Beuron Gärten öffnen sich beim "Tag der Beuroner Gärten"

Zum zweiten Mal wurde der "Tag der Beuroner Gärten" abgehalten und zum zweiten Mal wurde die Veranstaltung zu einem großen Erfolg. Wenn das große, anthrazitfarbene Tor zu den klösterlichen Gärten von Bruder Markus geöffnet wurde, strömten am Sonntag Hunderte Besucher hinein, um die sonst verschlossenen Anlagen zu bestaunen.

Viermal öffnete sich das Tor zu den Führungen in den Klostergärten und es war sicher der Höhepunkt dieses Tages, dass man die Gärten bewundern konnte. Die Präsentation von Fotografien der Gartenbereiche, die nicht einsehbar waren, durch Bruder Felix, war eine tolle Zugabe.

Aber nicht nur dort war viel los: Auch in und rund um das Haus der Natur herrschte reges Treiben. In dessen Garten zeigte Carsten Weber vom Leibertinger Distelhummelhof und Gartenexperte der SWR-Sendung "Kaffee oder Tee", welche Insektenvielfalt in einem Garten möglich ist. Ihm war das Schaffen von Lebensräumen wichtig und "für alle Probleme im Garten gibt es auch natürliche Lösungen" machte er den Zuhörern klar. So sei das Anpflanzen der Puffbohne ein Mittel, um den Blattlausbefall an anderen Pflanzen zu verhindern. Zwei Führungen hatte er auf dem Programm, stand aber auch in der freien Zeit dazwischen den vielen Hobbygärtner Rede und Antwort. Antje Schnellbächer-Bühler demonstrierte Besuchern die Kunst des Weidenflechtens und Gabi Mors, die in der "Kornschnalle" Sauldorf Tees und Küchenkräuterprodukte anbaut, knetete Saatkugeln zum mit nach Hause nehmen.

Dazu war natürlich das Haus der Natur selbst geöffnet, das "Café am See" lud zum Verweilen ein und das Naturschutzzentrum Lose einer Spendentombola mit dem Motto "Aus der Region – für die Region". Mit dem Erlös des Losverkaufs wird interessierten Kindergärten und Schulen im Naturpark Obere Donau ein Obstbaum, inklusive eines pädagogischen Rahmenprogramms bei der Pflanzung, spendiert. Etwas weiter, die Straße entlang, präsentierte sich im Garten von Inge und Stefan Schmidt die Initiative Beuroner Filz. So zeigte Adele Nalig das Kardieren, eine Verarbeitungsart mit einer einfachen Maschine, die das Kämmen der Wolle erleichtert.

Links der Donau bildeten die Gärten von Andreas Beck und der Familie Link eine Kunstmeile. Andreas Beck entführte mit Makroaufnahmen in die faszinierende Welt des Unkrauts. Sogar eine kleine Druckschrift zum Thema hatte er parat. Bei Familie Link gab es ebenfalls Bilder mit Blumenmotiven zu sehen, allerdings in Öl gemalt. Der liebevoll angelegte große Garten an der Donau, sprach aber auch für sich alleine. "Da haben sie sich aber ein kleines Paradies geschaffen" lobte eine Besucherin.

Christel und Ewald Link und ihr Sohn Alexander freuten sich über den Besuch und die Würdigung ihrer Arbeit. "Ich bin jetzt immer bis spät abends im Garten. Fernsehschauen kann ich auch im Winter", machte Christel Link deutlich, dass so ein Garten auch viel Arbeit macht. Aber der Spaß daran überwiegt offensichtlich.

Hintergrund

Der "Tag der Beuroner Gärten" fand am vergangenen Sonntag zum zweiten Mal statt. Verantwortlich dafür zeichneten das Naturschutzzentrum Obere Donau und der Naturpark Obere Donau im Haus der Natur. Geschäftsführerin Ute Raddatz vom Naturschutzzentrum und ihr Team konnten erneut das Kloster und drei private Teilnehmer für die Veranstaltung in der Klostergemeinde gewinnen. (stu)

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