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Beuron Frost macht Leitung dicht

11.02.2012
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Gemeinde Beuron versorgt betagte Anwohner mit Wasser

– Gegenwärtig laufen die Bemühungen auf vollen Touren, die Wasserversorgung für die sieben Gebäude zwischen der Eisenbahnbrücke und dem Ortsausgang in Richtung Buchheim/Leibertingen wieder in Gang zu bringen. Wie bereits kurz berichtet, ist die 33 Meter lange Wasserleitung, die sich unter der Eisenbahnbrücke befindet, seit der ersten Wochenhälfte eingefroren. Derzeit sind die Mitarbeiter der Mengener Stahlbaufirma Bacher damit beschäftigt, die zugefrorene Rohrleitung freizulegen.

Wie Firmenchef Georg Bacher erläutert, geschieht das am besten, bevor die Leitung beim Auftauen des Wassers zerplatzt. Etwas mehr geht Beurons Wassermeister ins Detail, der allerdings seinen Namen nicht in der Zeitung genannt wissen möchte. Er sagt: „Jetzt werden zuerst die Isolierung um die bisherige Leitung und die defekte Heizung entfernt. Wenn die Leitung dann offen liegt, werden wir weiter entscheiden.“ In der Alltagspraxis eines Stahlbauunternehmens stellt, so schildert Georg Bacher, ein Einsatz wie in Beuron eine Ausnahme dar. Er kann sich in seiner Zeit an einen ähnlichen Einsatz nicht erinnern. Wenn nötig, so der Mengener, würden die vier Leute seiner Firma auch am Samstag unter der Brücke arbeiten. Auf jeden Fall soll, wie Bürgermeister Raphael Osmakowski-Miller erläutert, zunächst eine provisorische Wasserleitung unter der Brücke verlegt werden.

Der Grund für die eingefrorene Wasserleitung ist der Ausfall der bei solchen unter Brücken verlaufenden Wasserleitungen üblichen Begleitheizung. Die Heizung werde jeweils im Herbst durch den Bauhof aktiviert und schalte sich dann beim Erreichen einer festgelegten Temperaturgrenze automatisch ein. Wieso sich die Heizung beim Beginn der aktuellen Kältewelle nicht einschaltete, ist derzeit noch unklar. Osmakowski-Miller: „Als der Bauhof die Heizung einschaltete, ging die Kontrollleuchte an.“ Der Verwaltungschef rechnet mit einem Schaden von mindestens 10 000 Euro. Ob und in welchem Umfang Versicherungen in Anspruch genommen werden können, müsste erst abgeklärt werden.

Von dem Gefrierschaden unter der Brücke sind auch die Eheleute Katharina (84) und Ulrich Briegel (93) betroffen. Trotz des hohen Alters leben der ehemalige Dorfpolizist und seine Frau noch selbstständig. Sie können jedoch, besonders bei Eis und Schnee, das Haus nicht verlassen. Seit drei Jahren haben sie auch kein Auto mehr. Auf die eingefrorene Leitung wurden die Briegels am Dienstag gleich doppelt aufmerksam. Zum einen kam kein Wasser mehr aus dem Hahn, zum anderen meldete sich kurz darauf die Verwaltung und klärte die Senioren über die Situation auf.

Die Briegels stellen dem Krisenmanagement des Rathauses überhaupt ein gutes Zeugnis aus. Katharina Briegel: „Die Gemeinde versorgt uns, guckt jeden Tag nach uns und erkundigt sich, ob wir genug Wasser haben.“ Der Gemeindearbeiter habe sogar seine Telefonnummer hinterlassen und angeboten, zur Stelle zu sein, wenn das Wasser im Haus knapp werden sollte. Ihnen sei gesagt worden, in einer Woche fließe das Wasser wieder. Auch das Kloster stellt den Senioren in Eimern Trinkwasser zur Verfügung. Trotz dieser Fürsorge empfinden die Senioren die Zeit ohne funktionierende Wasserleitung als Mangelperiode. Für den Alltagsbedarf in der Küche oder zum Händewaschen reiche das Wasser. Aber Duschen sei nicht möglich. Katharina Briegel fühlt sich trotz allem behindert und beschreibt die Lage so: „Wir leben derzeit wie die Hottentotten“. Ulrich Briegel resümiert: „Wir wohnen jetzt seit 1954 in der Klostergemeinde. Aber die Wasserleitung war noch nie eingefroren.“

Bürgermeister
Von unbekannt
Ist denn noch niemandem aufgefallen, das der Beuroner Bürgermeister sich mehr um seine TV ...
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