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23.07.2008  |  0 Kommentare

Beuron Beuroner Klosterpforte zeigt "Kunst im Exil"

Beuron - 

Professor Dr. Hubert Krins (links), Erzabt Theodor Hogg (Mitte) und Subprior Petrus Dischler (Hintergrund) beim Ausstellungsrundgang.  Bild: kloster



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Beuron - Unter dem Thema: "Kunst im Exil" zeigt die von Professor Dr. Hubert Krins konzipierte Ausstellung an der Beuroner Klosterpforte einen Teil des künstlerischen Nachlasses von Katharina und Frederick Breydert, der vor einem Jahr als Stiftung aus der Familie der Künstler nach Beuron kam. Das Ehepaar Breydert war 1935 in Beuron konvertiert und musste infolge der jüdischen Herkunft von Katharina Breydert in die USA emigrieren. Die Verarbeitung dieser existenzbedrohenden Situation zeitigte die jetzt präsentierten Kunstwerke. Erzabt Theodor Hogg brachte während der Vernissage im Festsaal der Erzabtei seine Dankbarkeit für die treue Verbundenheit der gläubigen Künstler mit "ihrem Kloster" - die über 70 Jahre andauerte - zum Ausdruck. Das Kloster als Ort wo Menschen zum Glauben finden, diesen Glauben vertiefen, ihn in Kunstwerken zum Ausdruck bringen sei auch das Thema des zweiten kleineren Ausstellungsanteil, der einen Einblick in die Biographie von Erzabt Placidus Wolter (1828 - 1908) biete, der vor 100 Jahren starb. Professor Hubert Krins, der Kurator des Beuroner Kunstarchivs hatte vor einem Jahr die Kunstwerke aus Frankreich ins Donautal gebracht.

Er stellte in seinem Vortrag den dramatischen Lebensweg des Künstlerpaares und die Umstände wie die Kunstwerke in einem langen Prozessentwickelt und gestaltet worden waren dar, brachte beides in den Zusammenhang von Glaube und Liebe, von Schicksal und Kunst. Thematisch kreisen die gezeigten Werke um Krieg und Frieden, um die Geschichten der Bibel und des Glaubens. Das Lebenswerk der Künstler, die von Beruf her der Medizin und der Musik verbunden waren, stand unter dem Leitstern: "Kunst für Gott - ars pro deo."

Die Ausstellung an der Klosterpforte in Beuron ist täglich von 9 bis 11 und 14 bis 17 Uhr geöffnet. Gruppen können geführt werden. Anfragen unter 07466/170; Infos: www.erzabtei-beuron.de

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