Beuron - Unter dem Thema: "Kunst im Exil" zeigt die von Professor Dr. Hubert Krins konzipierte Ausstellung an der Beuroner Klosterpforte einen Teil des künstlerischen Nachlasses von Katharina und Frederick Breydert, der vor einem Jahr als Stiftung aus der Familie der Künstler nach Beuron kam. Das Ehepaar Breydert war 1935 in Beuron konvertiert und musste infolge der jüdischen Herkunft von Katharina Breydert in die USA emigrieren. Die Verarbeitung dieser existenzbedrohenden Situation zeitigte die jetzt präsentierten Kunstwerke. Erzabt Theodor Hogg brachte während der Vernissage im Festsaal der Erzabtei seine Dankbarkeit für die treue Verbundenheit der gläubigen Künstler mit "ihrem Kloster" - die über 70 Jahre andauerte - zum Ausdruck. Das Kloster als Ort wo Menschen zum Glauben finden, diesen Glauben vertiefen, ihn in Kunstwerken zum Ausdruck bringen sei auch das Thema des zweiten kleineren Ausstellungsanteil, der einen Einblick in die Biographie von Erzabt Placidus Wolter (1828 - 1908) biete, der vor 100 Jahren starb. Professor Hubert Krins, der Kurator des Beuroner Kunstarchivs hatte vor einem Jahr die Kunstwerke aus Frankreich ins Donautal gebracht.
