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Beuron Beuron bleibt Mitglied bei „Landschaftsparks Junge Donau“

Der Gemeinderat in Beuron beschloss einstimmig, Mitglied der Interessengemeinschaft „Landschaftsparks Junge Donau“ zu bleiben. Viele neue Ideen für das Donautal stehen bereits zur Diskussion und warten auf ihre Umsetzung.

Die Donautalgemeinde baut fest auf die Solidarität der anderen Donauanlieger im Rahmen der Interessengemeinschaft „Landschaftsparks Junge Donau“. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, Mitglied im Landschaftspark zu bleiben. Dafür wird die Kommune in den kommenden zwei Jahren jeweils 1058 Euro bereitstellen.


Im Landschaftspark sind alle direkten Donauanlieger-Kommunen von Donaueschingen bis Sigmaringen zusammengeschlossen. Zur Steigerung der Wohn- und Urlaubsqualität entlang der jungen Donau wurden Projekte teilweise schon verwirklicht oder in einen Masterplan aufgenommen. Tim Kaysers vom Planungsbüro „Planstatt Senner“ in Überlingen ist als Projektleiter für die Koordination der Aktivitäten zuständig. Er informierte die Ratsmitglieder über den Stand der Planungen.


In den elf Punkten, die der Masterplan für Beuron und seine Ortsteile ausweist, spielt der Donautalradweg eine besondere Rolle. Geplant ist, die Wegführung für die Zweirad-Touristen zu ändern. Sie sollen von Fridingen oder von St. Maurus her kommend nicht mehr an der Klostergemeinde vorbeifahren sondern durch die Gemeinde gelenkt werden. Das Gleiche soll auch in Hausen passieren. Der offizielle Radweg soll durch das Dorf gelegt werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Talhof bei Langenbrunn. Hier soll mit einem Floß eine neue Fluss-Überquerungsmöglichkeit entstehen.


Der Maßnahmenkatalog enthält auch ein für das Donautal typisches Konfliktpotenzial. Es geht um die Motorradfahrer. Sie sorgen besonders an den Schönwetter-Wochenenden für einen Geräuschpegel im Tal. Andererseits besuchen die Kradfahrer auch die Lokale im Donautal. Zu diesem Thema sollen, so Tim Kaysers, im Dialog Lösungen gefunden werden.


Ein für Beuron sehr wichtiges Projekt ist die Einführung des Stundentakts auf der Donaubahn. Bürgermeister Raphael Osmakowski-Miller würdigte in diesem Zusammenhang die Solidarität der anderen Landschaftspark-Gemeinden, ja sogar der Anliegerkommunen entlang der ganzen Bahnstrecke bis nach Ulm. Denn auf Anregung der Interessengemeinschaft sei im März die Interessengemeinschaft Donaubahn ins Leben gerufen worden. Ihr gehören alle Donaubahngemeinden an. Sie unterstützen die gewünschten stündlichen Zughalte in Beuron, Hausen im Tal und möglicherweise auch in Thiergarten. Um der Forderung nach Aufwertung der Bahnstrecke Nachdruck zu verleihen, soll eine 40 000 Euro teure Dokumentation erstellt werden. Auf Wunsch des Gemeinderates wird der Tübinger Nahverkehrs- und Bahnexperte Ulrich Grosse die mögliche Fahrplangestaltung vorstellen. In Beuron selbst steht die Umwandlung des Hotels „Pelikan“ in ein Kongresszentrum ebenso in dem Maßnahmenkatalog, wie die Schaffung einer Aussichtsplattform beim Knopfmacherfelsen.

 

Umsetzungsphase

Die Interessengemeinschaft Landschaftspark Junge Donau wurde 2011 gegründet und besteht aus Donaueschingen, Geisingen, Tuttlingen, Mühlheim, Fridingen, Beuron, Inzigkofen und Sigmaringen. Als letztes der neun Gemeinderatsgremien haben die Beuroner ebenfalls einstimmig für den Verbleib im Landschaftspark und den Einstieg in die Umsetzungsphase gestimmt. Ein wesentlicher Aspekt bei der Erarbeitung und der Umsetzung von Maßnahmen zur Steigerung der Wohn- und Urlaubsqualität an der jungen Donau ist die Bürgerbeteiligung. (hps)

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