Mein

Bad Saulgau Kluge Köpfe treten gegeneinander an

23.07.2012
Bad Saulgau -  Mit einer stimmungsvollen Eröffnungsfeier im Stadtforum begrüßte die Stadt Bad Saulgau die jungen Teilnehmer des diesjährigen Physik-Weltcups, der zuvor nur in internationalen Großstädten ausgetragen wurde. Nacheinander marschierten die Teams aus 28 Nationen mit ihrer Nationalflagge ein, welche auf der Bühne den eindrucksvollen Hintergrund bildeten.

Bildungsministerin Annette Schavan inmitten junger Teilnehmerinnen und Teilnehmern des International Young Physicists' Tournament (IYPT) sowie Rudolf Lehn (links), Leiter des Schülerforschungszentrums Südwürttemberg, Landrat Dirk Gaerte (2. von rechts) und CDU-Landtagsabgeordneter Klaus Burger (vorne, 4. von rechts).  Bild: Michelberger

Service
Artikel drucken  Artikel drucken
  Artikel versenden

  Newsletter
  RSS-Feed


Bürgermeisterin Doris Schröter und Rudolf Lehn, Leiter des Schülerforschungszentrums Südwürttemberg (SFZ) und des lokalen Organisationskomitees des IYPT, begrüßten die Gäste. Bildungsministerin Annette Schavan hielt die Willkommensrede und Metin Tolan, Professor an der Technischen Universität Dortmund zeigte mit seinem Vortrag über die Physik in James-Bond-Filmen, wie unterhaltsam und verständlich physikalische Gesetzmäßigkeiten sein können.

Bildungsministerin Annette Schavan betonte, wie wichtig die Physik sei, die eine faszinierende Welt eröffne. „Wir tun viel, um für Mathematik, Natur- und Technikwissenschaften Interesse zu wecken, denn wir dürfen nicht stehen bleiben“, äußerte sie im Hinblick auf die Entwicklung des Landes. Schavan bezeichnete das SFZ in Bad Saulgau unter der Leitung von Rudolf Lehn als „echten Talentschuppen“, der viel im Land bewirkt habe.

Der Präsident des IYPT, Alan Allinson aus Australien, erzählte, dass ihn sein erster Physik-Weltcup 1990 in Donaueschingen mit absoluter Leidenschaft angesteckt habe und er mit ganzen Herzen daran arbeite, ihn weiter zu verbreiten. Er sei positiv erstaunt, wie viele prominente Gäste und Unterstützer der IYPT in Deutschland habe. Den deutschen Erfolg erkläre er sich damit, dass die Schüler in Deutschland unterstützt würden und ein gutes Umfeld hätten, um physikalische Lösungen zu entwickeln. Denn es gehe bei den Wettkämpfen nicht darum, Wissen zu repetieren, sondern kreative Lösungsansätze zu entwickeln. Man müsse die jungen Physikerinnen und Physiker bei ihren Problemlösungen ohne Druck begleiten und dürfe nicht maßregeln, wenn nicht auf Anhieb das gewünschte Ergebnis erzielt werde. Diese Experimentierfreude und Umsetzung von Faktenwissen könnte ausschlaggebend für den Vorbild-Charakter der deutschen Teams sein.

„Mir fällt kein anderer Ort ein, an dem der Physik-Weltcup eine solch große finanzielle Unterstützung von Unternehmen und Institutionen erhielt“, bekannte Metin Tolan, Vorstandmitglied der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG). Die Region sei offensichtlich daran gewöhnt, in die Talente von jungen Menschen zu investieren, folgerte er, was Hans-Georg Härter, ehemaliger Vorstandvorsitzende der ZF Friedrichshafen bestätigte. „Die Motivation lässt sich leicht erklären“, erläuterte er. „Wir kämpfen um den Nachwuchs, um die besten Köpfe.“ Eine Veranstaltung wie diese sei die beste Gelegenheit für Unternehmen, dies sichtbar zu machen. Es sei ein ermutigendes Zeichen, dass viele die Notwendigkeit erkannt hätten. „Es ist begeisternd und ermutigend, wenn man diese jungen Menschen mit ihrer Wissenschaftspassion sieht“, schildert Härter seinen Eindruck.

zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln