Für die Fachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen beim Regierungspräsidium Tübingen war dies der Grund, eine märchenhaft-literarische Wanderausstellung zusammen zu stellen, wie das Regierungspräsidium mitteilt. Anfang des 19. Jahrhunderts begann die Grimms, mündlich überlieferte Märchen, viele stammten von der Märchenerzählerin Dorothea Viehmann, zu sammeln und niederzuschreiben. Die Märchen wurden dabei von Auflage zu Auflage überarbeitet, zum Teil „verniedlicht“ und mit christlicher Moral unterfüttert. Anfangs war nicht zu erkennen, dass die Kinder- und Hausmärchen zu einem der Bestseller der deutschen Literaturgeschichte und zu einem Teil der Weltliteratur werden würden. Der Durchbruch für die Grimmschen Kinder- und Hausmärchen kam erst mit der kleinen Ausgabe von 1825. Heute sind die Märchen der Brüder ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der Hoch- und Popkultur.
