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04.02.2013  |  8 Kommentare

Zollernalbkreis/Albstadt Hexe bindet Mädchen Böller an die Beine

Zollernalbkreis/Albstadt -  Die Hexe einer Narrenzunft hat beim Umzug in Albstadt-Ebingen zwei Mädchen (14 und 15 Jahre) die Beine mit einem Kabelbinder zusammengebunden. Zudem befestigte sie eine Art Böller daran und zündete ihn. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung.

Symbolbild  Bild: dpa



Die meisten Fasnetsveranstaltungen im Zollernalbkreis verliefen Polizeiangaben zufolge in geordneten Bahnen. Was sich beim Narrenumzug in  Albstadt-Ebingen, am Sonntag gegen 14.15 Uhr, abspielte, könne jedoch nicht mehr als Narrenscherz abgetan werden.

Die Mädchen im Alter von 14 und 15 Jahren wurden in der Marktstraße durch eine Hexe einer Narrenzunft angegangen. Wie die Polizei berichtet, band sie den beiden Mädchen mit einem Kabelbinder die Beine zusammen. Zudem wurde eine Art Böller mit Zündschnur und gezündet. Eine weitere Hexe hielt die beiden Geschädigten fest. Der Böller zündete, entwickelte grünen Rauch und wurde heiß. Dadurch wurden die Jeans der Mädchen beschädigt und eines erlitt zudem Verbrennungen am Schienbein.

Erst als ein Zuschauer den Kabelbinder durchschnitt, fiel der Böller auf den Boden. Eine Geschädigte musste in der Kreisklinik ambulant behandelt werden.
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8 Kommentare
Hexen
Die Problematik liegt doch darin, dass viele meinen aus dem Nichts eine Hexengruppe zu gründen/gründen zu können, weil man sich auf irgendetwas beruft. Tatsache ist, dass die wenigstens Hexengruppen tatsächlich einen historischen Hintergrund haben. Die Hexe wird missbraucht an der Fasnet, nichts anderes. Leider stecken genau unter dieser Maske sehr oft das sozial schwächere Klientel, die sich ausleben wollen. Hexen mit Kultur, Geschichte und Niveau wie z.B. Pfullfendorf oder Bräunlingen aber auch Offenburg, Waldkirch, Furtwangen gibt es sehr wenige. Dort bin ich überzeugt, wird es einen solchen Schwachsinn nicht geben.
nichts ist so ernst wie fasnet...
wenn man es so streng sieht, habe ich mich in mehreren fällen während den letzten 10 Jahren während den Umzügen der freiheitsberaubung und vermutlich auch noch der entführung und körperverletzung schuldig gemacht und es hat iwie niemanden gestört... mich übrigens auch nicht, als es bei mir gemacht wurde :) meinen kabelbinder habe ich mit meinem Schlüssel aufgemacht.
Nichts desto trotz ist es ausser Frage, dass es bei allem Grenzen gibt und diese wurden hier ganz klar überschritten. Das war Körperverletzung und zwar mutwillig. Daran ist nichts zu rütteln.
Verklagen??
Ich finde nicht das man eine Zunft für die Handlung von ein paar Vollpfosten haftbar machen kann oder sollte. Ich bin auch nicht der Meinung das Kabelbindel alleine nicht schlimm sind da sich das Opfer in der Regel nicht selbst befreien kann!! Wer das auch immer war sollte aus der Zunft ausgeschlossen und Zivilrechtlich belangt werden. Leider gibt es immer welche die es übertreiben müssen. Und zum Thema zuschauen und nicht helfen..... kaum jemand hat den mut zu helfen sieht man ja immer wieder!!! Die Strassen waren sicher nicht leer...
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