Jan Ullrich ist verurteilt, der Internationale Sportgerichtshof CAS hat ihn für zwei Jahre gesperrt und seine Ergebnisse seit 1. Mai 2005 annulliert. Doch Dopingfälle gibt es in allen Sportarten. Und es gab sie schon vor Jahrzehnten.
Unter den annullierten Ergebnissen von Jan Ullrich sind auch Rang drei bei der Tour de France 2005 und den Gesamtsieg bei der Tour de Suisse 2006. Grund für die Verurteilung waren seine Verstrickungen in die Affäre um den mutmaßlichen spanischen Doping-Arzt Eufemiano Fuentes - die schon die Staatsanwaltschaft Bonn 2007 offengelegt hatte. Nach Ansicht des CAS war Ullrich, der Doping bislang stets bestritten hat, spätestens vom 1. Mai 2005 an Kunde von Fuentes. Er habe sich des Blutdopings schuldig gemacht. Dies hätten Dokumente belegt. Unter anderem habe Ullrich mehr als 80.000 Euro an den Mediziner bezahlt.
Das CAS-Urteil gegen Ullrich kommt nur wenige Tage, nachdem der Internationale Sportgerichtshof auch den Serien-Tour-Sieger Alberto Contador zu einer zweijährigen Sperre verurteilt hat. Außerdem wurde dem Spanier der Tour-Sieg 2010 aberkannt. Das Richtergremium erkannte eine Doping-Absicht. Der 29-jährige Radprofi war am 21. Juli 2010 am zweiten Ruhetag der Tour überführt worden, das als Kälbermastmittel verwendete Clenbuterol eingenommen zu haben. Contador hatte Doping stets bestritten.
Ullrich und Contador sind nur die jüngsten Fälle in einer ganzen Serie von Doping-Verstößen im Leistungssport. Schon 1967 fiel der Radprofi Tom Simpson während der Tour de France vom Rad und starb kurz darauf. Bei der Obduktion wurde Doping mit Amphetaminen festgestellt. Doch der Radsport ist nicht die einzige Disziplin, in der gedopt wird. Klicken Sie sich durch unsere Fotostrecke mit den spektakulärsten Dopingfällen der vergangenen Jahrzehnte.
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