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Konstanz:  Müllrebellen formieren sich

13.02.2012
Neuer Vorstoß beim Ärger-Thema Gelber Sack

Die Gelben Säcke sollen künftig alle zwei Wochen abgeholt werden, die Entsorgungsbetriebe wollen dies in Verhandlungen erreichen. Viele Bürger warten schon lange auf diesen Service.  Bild: Bild: Archiv Hanser

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In Konstanz setzen sich Mieter und Vermieter für die schnellere Abfuhr der Gelben Säcke ein. Der Vier-Wochen-Rhythmus bei der Abfuhr sei untragbar, sagen sie. Es gebe in vielen Wohnanlagen zu wenig Lagerflächen. Die Entsorger müssten alle zwei Wochen kommen.

– Mieter und Vermieter schließen den Gelben Sack-Pakt: Sie fordern gemeinsam den Müllverwerter, Grüner Punkt, Duales System Deutschland auf, die Abfuhr der Sammelsäcke für Verpackungsabfälle zu beschleunigen. Der bisherige Vier-Wochen-Rhythmus sei untragbar, sagen sie. Es gebe in vielen Wohnanlagen zu wenig Lagerflächen. Der Entsorger solle künftig alle zwei Wochen kommen. Als Großvermieter stehen die Wohnungsbaugesellschaft Konstanz (Wobak) und der Spar- und Bauverein Konstanz hinter der Initiative, im Verbund mit dem Hauseigentümerverband Haus und Grund sowie dem Bodensee-Mieterverein. Die Müllrebellen wollen noch andere Partner in der Region und darüber hinaus ins Boot holen. „Das ist der Startschuss für eine größere Initiative“, sagt Herbert Weber, Vorsitzender des Bodensee-Mietervereins.

Der Abholrhythmus des Gelben Sacks ist ein Ärgernis für viele Bürger in Konstanz. „Als Vermieter und Verwalter von mehr als 7000 Wohnungen auf dem Stadtgebiet wissen wir, dass es in vielen Wohnanlagen nicht genügend Lagerflächen gibt“, schreiben die Initianten. Vor allem im Sommer müffeln Säcke in Fluren und Wohnungen vor sich hin. Dramatisch wird das Lagerproblem, wenn einer einen Abfuhrtermin verpasst hat. Bürger sind dann versucht, die Verpackungen in die Restmülltonne zu werfen oder das Problem vor die Haustüre zu verlagern. Sie stellen dann lange vor dem Abfuhrtermin gefüllte Säcke an den Straßenrand. Wegen der extrem dünnen Schutzfolie sind sie meist nicht lange intakt. Winde oder Wildtiere zerreißen die Hülle und der Müll verteilt sich in der Straße – zum Ärger der Anwohner.

Herbert Weber vom Mieterverein ist überzeugt, dass es sich unter dem Strich auch für den Müllverwerter lohnen würde, die Gelben Säcke häufiger abzuholen. Zwar seien dann die Abfuhrkosten höher, doch die Bürger würden dann auch wieder mehr Verpackungsmüll sammeln und dem Entsorger damit mehr Geld einbringen.

Die Abfuhr des Gelben Sacks haben die Konstanzer Entsorgungsbetriebe im Auftrag des Grünen Punkts übernommen. Die Verträge laufen nach Angaben Webers noch ein Jahr. Danach werde der Auftrag neu ausgeschrieben. Die Konstanzer Müllrebellen hoffen, dass bis dahin ihr Eintreten für den Zwei-Wochen-Rhythmus Erfolg zeigt. Auch in anderen Städten gibt es immer wieder Ärger mit den Gelben Säcken. In Singen hat der Gemeinderat sogar Bußgelder für Bürger beschlossen, die ihre Gelben Säcke mehrere Tage vor der Abfuhr an den Straßenrand stellen.

Konstanz
Rebellen?
Echte Müll-Rebellen würden ihr Einkaufsverhalten überdenken und anfangen, weniger Plastik-Müll ...
Hoffentlich
wird dieser Mist mit dem "Dualen System" endlich abgeschafft....
Wertstoffhof
Man kann aber auch jederzeit selber seinen Gelben Sack im Wertstoffhof abgeben.
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