Hilzingen Viele Helfer packen beim Narrenfest an
Sie sind eine Einheit: Die Grenzgeister, vertreten durch ihre Zunfträte und ihre Kapelle, die identisch ist mit dem Musikverein Wiechs.
Er und seine Mitstreiter im Organisationsteam sehen bei einem Pressetreffen sichtlich etwas mulmig und angespannt, aber sehr erwartungsfreudig dem großen Ereignis entgegen. In der Vergangenheit haben die Grenzgeister mehrfach bewiesen, dass sie zu großen Taten fähig sind. So beim Freundschaftstreffen zum 40-jährigen Bestehen und beim Bau der riesigen Zunfthalle, nahezu in kompletter Eigenleistung. „Mit der tatkräftigen Hilfe unserer gut 80 Mitglieder und noch vielen weiteren Einwohnern von Wiechs hoffen wir, den bevorstehenden Kraftakt zu bewältigen. Die gesamte Bevölkerung, die wir bewusst mit einbeziehen, unterstützt uns“, gibt sich Gabi Scheurer, die stellvertretende Zunftmeisterin, optimistisch.
„Wir können vor allem auch auf Nachbarvereine zählen“, berichtet Zunftmeister Tobias Finsler. So stellten die Zünfte Roten Füchse aus Uttenhofen und die Büßlinger Clown und Römer jeweils zehn bis 15 Helfer als Gastgeschenk. Zwischen den benachbarten Narrenzünften sei eine Freundschaft gewachsen, die sich auch in gemeinsamen Fasnachtsumzügen widerspiegle. „Wir haben hier am Randen sozusagen einen Prototyp geschaffen“, so Finsler. Einzigartig sei auch, dass alle Zünfte der Tengener Stadtteile gemeinsam am Samstagnachmittag den großen Narrenbaum und eigene kleinere Exemplare als Geburtstagspräsente stellten. Beim „Bunten Abend“ als Aushängeschild der Wiechser Fasnacht, der diesmal wegen des Jubiläumsfestes ausfällt, seien jeweils Vertreter von bis zu 15 Gastzünften anwesend.
„Es packen auch die sehr vielen ganz jungen Leute unserer Zunft kräftig mit an“, so Präsident Klaus Schultheiß. Die meiste Arbeit gibt es im großen Festzelt, dem Mittelpunkt des Narrentreffens. „Dort sind laufend 80 Leute im Einsatz“, so Alexander Wittmer. Geöffnet sei auch der erneuerte Gemeindesaal, der über die Fasnacht „Wäschbachblickhalle“ heißt. Durch das ganze Dorf zieht der Nachumzug am Freitag und am Sonntag mit jeweils über 20 Zünften und Gruppen. Aufstellung ist auf dem Hermann-Augustiner-Platz in Unterwiechs. Der soll zu einem großen fasnächtlichen Latschari-Platz mit etlichen Versorgungsständen werden.
„Wir helfen bei unseren Festen gegenseitig“, betont Klaus Schultheiß, auch Ortsvorsteher von Wiechs. So überlasse der Musikverein Wiechs kostenlos seinen Festzelt-Anbau, stelle Helfer und sorge für närrische Musik bei den Umzügen. Im Gegenzug sorgten auch viele Mitglieder des Narrenvereins neben zahlreichen Einwohnern von Wiechs und Uttenhofen dafür, das jährliche Oktoberfest zu bewältigen.
