Der Weg vom Narrenverein zur Grenzgeisterzunft.Großes Narrentreffen zum 50-jährigen Bestehen
Die Fasnacht wird in Wiechs am Randen gelebt. Heute hat die Grenzgeisterzunft über 80 aktive Mitglieder. Mit einem großen Narrentreffen feiern die Grenzgeister vom 10. bis 12. Februar das 50-jährige Bestehen.
Paul Schala war es vergönnt, 1962 als erster Narrenvater von Wiechs ernannt zu werden. Damals gab es einen Narrenverein. Der mobilisierte die Massen. Bis zu zehn, teils aufwändig geschaffene Motivwagen, mit viel bundespolitischem oder lokalem Hintergrund, prägten die Umzüge. Die lockten viel Publikum, auch aus der benachbarten Schweiz. Wochenlang arbeiteten Dorfbewohner an den Wagen mit viel Liebe zum Detail.
Besonders hervorgetan hat sich Anna Bollin, die sich gleich mehrfach künstlerisch bei der Bemalung der Motivwagen betätigte. Sie schrieb später auch das Grenzgeisterlied. Kult waren damals die verschiedensten Märchenwagen der kürzlich verstorbenen Maria Stihl, bei denen viele Kinder des Unterdorfes mitmachten. Das alles ist in einer gut 70-seitigen Chronik von Tobias Scheu mit der Unterstützung seiner Eltern Bruno und Bärbel genauso bestens in Bild und Text festgehalten wie der weitere Werdegang der Grenzgeisterzunft, die Anfang 1970 aus dem Narrenverein entstand. Die große Präsentation der Ursprünge der Wiechser Fasnacht zum Jubiläum soll auch an die vielen Pioniere erinnern, die heute nicht mehr leben.
Der Grenzgeist und die Zunftgesellen