Erschöpft, aber zufrieden sitzen knapp 50 Wanderer im Landgasthof Schützen in Tengen. Sonnenschirme schützen sie vor den hochsommerlichen Temperaturen, die auch noch am späten Nachmittag bei über 30 Grad liegen. Fast alle 52 Teilnehmer der SÜDKURIER-Wanderung haben die Möglichkeit genutzt, sich nach der Wanderung mit Getränken zu erfrischen. Schon nach wenigen Minuten haben die ersten Gäste ihr Glas geleert und ein zweites Getränk bestellt. Nach einer schweißtreibenden Wanderung müssen sie einfach der Hitze Tribut zollen und reichlich Flüssigkeit aufnehmen. Aber die Anstrengung hat sich gelohnt, da waren sich alle Teilnehmer einig.
„Es war schön, die eigene Heimat noch besser kennen zu lernen“, sagt zum Beispiel Willi Keller aus Talheim. „Wir haben viel Neues gesehen und gelernt. Die Gemeinschaft war einfach toll, “ erklärt Maria Heiss, die mit ihren Mann schon bei mehreren SÜDKURIER-Wanderungen teilgenommen hat.
Besonders gut kamen bei den Wanderern die Erklärungen von Wanderführer Sepp Wandlinger an. So konnten die Wanderer nicht nur an der frischen Luft Sport treiben, sondern auch etwas über Tengen und die Umgebung lernen. Etwa über den Worberg, der mit 801 Metern über den Meeresspiegel sozusagen der Hausberg der Tengener ist. Oder über Blumenfeld, das bereits im Jahre 1100 urkundlich erwähnt wurde und über ein Schloss verfügt, das von der Deutschen Burgenvereinigung in die „Perlen deutscher Burgen und Schlösser“ aufgenommen wurde.
Auch landschaftlich hatte die Tour einiges zu bieten. Etwa den Marsch durch den Riederweg entlang von Ameisenhaufen und alten Laubbäumen, die bei den hochsommerlichen Temperaturen angenehmen Schatten boten. Einen würdigen Abschluss der Tour bot auch der Weg über Brücken und Stege durch die wildromantische Mühlbachschlucht mit ihrem laufenden Mühlrad. Auf insgesamt 14 Kilometer kamen so die Wanderer. „Wir haben die Tour aufgrund der Hitze etwas abgekürzt“, erklärte Walter Zepf, erster Vorsitzender des Schwarzwaldvereins Tengen, mit knapp 250 Mitgliedern einer der mitgliederstärksten Vereine der Stadt Tengen.
Dass die SÜDKURIER-Wanderungen nicht nur für ältere Menschen attraktiv sind, bewies Familie Buser aus Zimmerholz. Die Geschwister Sarah (11 Jahre), Jonas (13 Jahre) und Franziska (19 Jahre) hatten bei der Wanderung reichlich Spaß, wie sie nachher zu Protokoll gaben. „Wir gehen oft als Familie wandern. Aber wenn alles so gut durchorganisiert ist und man beim Wandern noch so viele Informationen bekommt, ist es auch eine schöne Sache“, erklärt ihre Mutter Andrea Buser.
Auch wenn manche SÜDKURIER-Wanderungen schon mehr Teilnehmer hatten, zeigte sich der Tengener Wanderführer Sepp Wandlinger mit seiner Wandergruppe sehr zufrieden. „Die Menge ist für mich gar nicht der entscheidende Maßstab. Wichtig ist mir, dass sich die Leute für die Landschaft, die Natur und die Stadtgeschichte interessieren“, sagte er.
