Regen gab's lange nicht mehr beim Stockacher Straßenfest. Davon ließen sich die vielen tausend Besucher aber nicht abschrecken und schlenderten – zeitweise eben mit Regenschirm – durch die Ober- und Unterstadt. Doch den Großteil des Tages blieb es trocken.
Stockach – Dabei fing der Samstag vielversprechend an. Blauer Himmel und ein paar Wolken ließen die Sonnenstrahlen durchkommen und die Temperaturen waren angenehm warm. Über 200 Standbetreiber boten ihre Waren an, und die vielen Flohmarktteilnehmer hatten Spielsachen, Bücher, Kleidung, Schuhe und Haushaltswaren zum Teil auf Decken auf den Straßen ausgebreitet. Geschäftiges Treiben herrschte, da wurde gestöbert, gehandelt und so manches Schnäppchen mit nach Hause genommen. Die Kinder hatten besonders ihren Spaß – bis der heftige Regenschauer kam, zeitweise hagelte es sogar. Eilig mussten alle Sachen in Sicherheit gebracht werden. Davon ließen sich die Besucher jedoch nicht die Laune verderben. Sie stellten sich unter oder holten ihre Regenschirme raus und weiter ging's. Denn an jeder Ecke gab es etwas Leckeres zu essen, und an vielen Stellen in der Innenstadt sorgten die Musikvereine der Stadtteile und Nachbargemeinden für musikalische Unterhaltung. Viele tausend Menschen drängten sich von früh bis spät durch die Ober- und Unterstadt in Stockach. Anfangs noch im T-Shirt, am Nachmittag mussten die Jacken übergezogen werden, denn es hatte sich merklich abgekühlt.
„Der Regen hat dem Straßenfest keinen Abbruch getan“, resümiert Organisator Dieter Fritz, doch die Kinder vom Flohmarkt hätten ihm schon leidgetan. Obwohl in Singen, Konstanz und Eigeltingen zeitgleich Feste stattgefunden hätten, seien trotzdem nicht weniger Besucher zum diesjährigen Straßenfest nach Stockach gekommen. „Wir vom Handel, Handwerk und Gewerbe sind rundum zufrieden mit diesem 33. Straßenfest“, so Fritz.
Am Vormittag hatte Bürgermeister Rainer Stolz im Bürgerhaus Adler Post eine Abordnung des Paten-U-Bootes U 23 aus Eckernförde offiziell empfangen. In diesem Rahmen stellte sich der neue Kommandant des Unterseebootes, Timo Cordes, vor. Von seinem Vorgänger Olaf Hansen sei ihm die Patenschaft mit der Stadt Stockach besonders ans Herz gelegt worden, sagte Cordes im Bürgerhaus. Und er versicherte: „Der Norden kennt Stockach!“ Er selbst sei gebürtiger Bremer, war längere Zeit in England tätig und seit 2009 zurück in Eckernförde. Cordes übergab Bürgermeister Rainer Stolz eine Spende für den Arbeitskreis Narresome, der Jugendabteilung des Hohen Grobgünstigen Narrengerichts.
Am Nachmittag stand ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm. Zwei der vier neuen, modernen Triebwagen des Seehäsle wurden am Stockach Bahnhof auf die Namen „Stockach“ und „Orsingen-Nenzingen“ getauft.
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