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Stockach Stützen für das kleine Haus

Stockach – Wenn das große Klinikum in Singen und mit ihm der Verbund der Hegau-Bodensee-Hochrhein-Kliniken wankt, ist das ein Thema des Krankenhaus-Fördervereins Stockach. Noch ist das Krankenhaus als GmbH eigenständig, noch ist das kleinere Stockacher Haus unter der Gesellschaftermehrheit des Konstanzer Partners eine kommunale Einrichtung.

Noch ist Rainer Stolz als Bürgermeister Aufsichtsratsvorsitzender der Krankenhaus GmbH: „Ich bin froh, wenn das Haus die nächsten zwei Generationen übersteht.“

Aktuell gibt es zwei Bedrohungsszenarien für Stockach. Das erste: Gehen die Kliniken in Konstanz und Singen wirklich zusammen, könnte der Unterstützungspakt der Konstanzer für das Stockacher Haus in Frage gestellt sein. Doch bisher haben sich die medizinischen Abteilungen in Singen und Konstanz gegen ein Zusammengehen gesperrt. Das zweite Szenario: Die Stadt Konstanz könnte ihr Klinikum komplett privatisieren. Die vom Singener Stadtrat und ehemaligen Chefarzt Dieter Rühland öffentlich geäußerte Vermutung, Konstanz würde bereits mit einem privaten Anbieter verhandeln, ist postwendend von der Stadtverwaltung Konstanz dementiert worden.

Also bleibt die Lage stabil für das Haus in Stockach? So weit wollen die Vertreter der GmbH und des Fördervereins nicht gehen, sie bauen auf Vorwärtsverteidigung. Geschäftsführer Martin Stuke warnt: „Es kann nicht sein, dass eine Lösung zu Lasten der kleinen Häuser gefunden wird.“ Bürgermeister Stolz versichert: „Die Stadt wird dieses Krankenhaus weiter stärken, es wird von der Raumschaft getragen und gestützt.“ Dafür habe die Stadt einen Abmangel von 300 000 Euro gezahlt. Das Beispiel Singen zeige, dass der Gesundheitsverbund eine Nummer zu groß sei. Stolz lehnt eine Beteiligung an einer großen Lösung ab: „Wir wollen nicht bei den Großen mitmischen, wir konzentrieren uns auf uns.“

Chefarzt Rüdiger Beck fühlt sich gut in einer Stadt aufgehoben, die den Mitarbeitern eines Krankenhauses Unterstützung signalisiert: „Ich bin froh, dass der Gemeinderat erkannt hat, dass das Krankenhaus ein wichtiger Sozialfaktor bleibt.“ Der Chefarzt merkt an: „Wir sind ebenso gut wie die anderen, kennen aber unsere Grenzen.“ In diesen Grenzen sei das Krankenhaus ein wichtiger Faktor, sagt Hans Veit, Bürgermeister von Hohenfels: „Wir brauchen das Haus in der Region.“ Veit sagt, was anderen fehlt: Die Stadt Stockach habe mit ihren Beiträgen viel zur Stabilität beigetragen.

Siehe Kommentar, Seite 20

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