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Stockach Schwerstarbeit fürs Narrengericht

08.01.2011


Stockach – Die lange Fasnet 2011 bis in die zweite Märzwoche verspricht für die Mitglieder des Hohen Grobgünstigen Narrengerichts zu Stocken zwar eine Entzerrung des Terminkalenders, aber auch zusätzliche Beschäftigung.

Neu im Programm ist die Austragung des „Närrischen Ohrwurms“ am Sonntag, 20. Februar, um 13.30 Uhr in der Jahnhalle. Der Musikwettbewerb um den Fasnachtshit der Saison wird vom SWR und SÜDKURIER gemeinsam ausgeschrieben. Nachdem die drei ersten Wettbewerbe in Konstanz großen Zulauf hatten, hat sich der SWR entschlossen, die Endausscheidung nach Stockach zu verlegen und zusammen mit dem Narrengericht in einer Live-Sendung im Fernsehen zu präsentieren. Mit den Yetis und Papis Pumpels stellt Stockach schon zwei Gruppen, die diesen Wettbewerb gewonnen haben.

Narrenrichter Frank Bosch freut sich auf das Ereignis, weiß aber schon jetzt: „Das wird Schwerstarbeit.“ Bosch begründete seine Befürchtung in der Dreikönigssitzung: „Wir müssen die Fasnachtsdekoration gleich am Sonntag wieder abbauen, weil die Jahnhalle für den Sportunterricht am Montag wieder frei sein muss.“

Änderungen verkündete der Narrenrichter auch für den Schmotzige Dunschtig, Fasnetsamschtig und Fasnetsunntig. Das Narrengericht hat den Mittelaltermarkt auf dem Gustav-Hammer-Platz gestrichen, dort gibt es nur ein Festzelt. „Wir wollen uns bei der Straßenfasnacht auf den Platz vor dem Bürgerhaus Alder Post konzentrieren“, erläuterte Bosch. Er setzt auf möglichst viele Besenwirtschaften in der Hauptstraße und das Geschehen im Bürgerhaus. „Damit wollen wir eine schöne Atmosphäre schaffen.“ Für den Abend am Schmotzige Dunschtig, 3. März, habe das Narrengericht bereits drei Kapellen verpflichtet.

Das Narrengericht unternimmt am Fasnetsamschtig, 5. März, erneut den Versuch, die Tradition des Schnurrens und der Kneipenfasnacht zu beleben. Zwischen dem Feuerwehrgerätehaus und dem Hotel Linde soll dann ein „Schnurr-Bus“ verkehren. „Das Schnurren ist ein Kernelement der Fasnet, das gilt es zu fördern“, kündigt Bosch an. Auch an diesem Samstag bleibe das Bürgerhaus mit Bürgerball der zentrale Anlaufpunkt. Das gilt auch für den Fasnetsunntig in Stockach, 6. März. Das Parkhaus hat ausgedient, der Laufnarrenmarkt werde in die Hauptstraße verlegt und auch das traditionelle Lumpensammeln startet am„Narrebom“ vor dem Bürgerhaus.

Narrenrichter Frank Bosch rührte in der Dreikönigssitzung noch einmal kräftig die Werbetrommel für die drei bunten Abende am 27., 28. und 29. Januar im Bürgerhaus Adler Post. Denn danach müssten die Stockacher zwei Jahre auf einen nächsten bunten Abend des Narrengerichts warten. Die Fasnet 2012 sei zwar erfreulich kurz, erschwere aber durch den knapp bemessenen Zeitraum die Organisation eines bunten Abends. Die Regie liegt in den Händen von Rainer Vollmer und Michael Zehnle. Ihnen steht noch „Schwerstarbeit“ bevor, zumal Rainer Vollmer noch als Moderator für die Fernseh-Fasnacht in Konstanz eingespannt ist.

Der Arbeit als Musiker gingen bei der Dreikönigssitzung des Narrengerichts Peter Kaufmann und Joachim „Joe“ Auer nach, Kaufmann am Klavier und Auer am Schlagzeug.

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