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28.10.2011  |  von Simone Ise  |  2 Kommentare

Stockach Schulsozialarbeiterin Angelika Moll: Ansprechpartnerin für 1600 Schüler

Stockach -  Es waren die Schulen selber, die auf die Stadt zugegangen sind und gesagt haben: „Wir brauchen eine Schulsozialarbeiterin.“ Seit 1. September ist nun Angelika Moll 20 Stunden pro Woche für die Realschule und das Nellenburg-Gymnasium tätig, und es vergeht kein Tag, an dem nicht mehrere Schüler an ihre Türe klopfen.
Ansprechpartnerin für 1600 Schüler

Angelika Moll ist als Schulsozialarbeiterin nicht oft lange allein in ihrem Büro. Ihre Hilfe wird von vielen Schülern an Gymnasium und Realschule gerne in Anspruch genommen.  Bild: Bild: Ise

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Autor
Simone Ise
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Dass so viele Schüler in so kurzer Zeit das Gesprächsangebot annehmen würden, damit hatten weder die Schulleitungen noch die Schulsozialarbeiterin gerechnet. „Offensichtlich war es an der Zeit, diese Stelle einzurichten, und ich glaube auch nicht, dass es nach einer gewissen Zeit weniger werden wird“, sagt sie. Immerhin ist sie Ansprechpartnerin für über 1600 Schüler aus beiden Schulen. Allein vor der Zahl hatte sie großen Respekt. Hinzu kommen Lehrer und Eltern, die bei Problemen ihr Büro aufsuchen.

Der helle, große, freundlich eingerichtete Raum befindet sich in der Realschule im zweiten Obergeschoss im Raum 304. Hier können die Schüler der Realschule täglich in den Pausen von 9.20 Uhr bis 9.40 Uhr oder von 11.10 Uhr bis 11.30 Uhr in die offene Sprechstunde kommen. Im Gymnasium hat sie täglich offene Sprechzeiten von 10 Uhr bis 10.45 Uhr. „Die Schüler können dann auch erstmal nur einen Termin mit mir vereinbaren“, erklärt sie. In ihrem Büro ist sie ab 7.30 Uhr anwesend.

Wichtig ist Angelika Moll, dass die Schüler freiwillig zu ihr kommen und nicht geschickt werden. Sie selbst unterliegt der Schweigepflicht. Im Gymnasium sind es derzeit die 5. bis 8. Klässler, die zu ihr kommen, in der Realschule die 5. bis 10. Klässler. Die Beweggründe sind vielfältig. „Schüler kommen, weil sie untereinander Schwierigkeiten haben, die Kommunikation nicht klappt, weil sie familiäre Probleme haben oder in der Schule einen Durchhänger. Manche suchen auch einfach nur jemanden zum Reden“, zählt die Schulsozialarbeiterin auf.

Viele Konflikte würden durch Mobbing im Internet ausgelöst, hat sie inzwischen erfahren. Aber auch Lehrer wenden sich in schwierigen Situationen zunehmend an sie. „Beispielsweise wenn ein Schüler auffällig ist“, sagt Angelika Moll. Sie hört zu, berät, zeigt verschiedene Herangehensweisen auf und begleitet. Bei Gesprächen zwischen Eltern und Schule oder Schülern und Schule übernimmt sie die Moderation oder Mediation. „Im Fokus steht immer das Kind“, macht sie klar.

Angelika Moll kann auf 27 Jahre Berufserfahrung im sozialpädagogischen Bereich zurückgreifen. Die staatlich anerkannte Erzieherin bildete sich in vielen Bereichen weiter. Insbesondere die integrative systemische Familientherapie, die Mediation für Schule und Jugendhilfe und Stressmanagement helfen ihr bei ihrer täglichen Arbeit weiter. Denn nicht jede Schulsozialarbeiterin verfügt über diese Zusatzqualifikationen.

Dass die Stadt Stockach bei der Besetzung auf Fachwissen gesetzt hat, freut sie sehr. Dadurch stand ihr Alter von 47 Jahren nicht zur Diskussion. „Die Schüler brauchen jemanden, der ihnen ruhig, klar und sicher begegnet. Ich werde von den Schülern nicht an meinem Alter gemessen, sondern wie ich auf sie zugehe“, erlebt Angelika Moll jeden Tag. Wenn jemand mehr Hilfe braucht, stellt sie Verbindungen zu externen Beratungsstellen her. Das große Netzwerk, das sie sich über die Jahre im Raum Stockach aufgebaut hat, hilft ihr sehr dabei.

Gespannt
ob Frau Angelika die Mobbing im Nellenburg Gymnasium in Griff bekommt. mehr ...
Bildunterschrift @SK
Hallo SK-Team,

in der Bildunterschrift steht Andrea Moll anstatt Angelika... mehr ...
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