Waren die drei Eimer jetzt viel oder wenig, die der Finanzminister Willi Stächele nach dem Urteil an das Hohe Grobgünstige Narrengericht zu Stokken zahlen muss? Die Frage stellen sich nach diesem Schmotzige Dunschtig 2009 nicht nur Juristen, vor allem in Frauen und Fernsehzuschauerkreisen wird sein Auftreten diskutiert. Nicht selten macht sich die Überzeugung breit, Macho Stächele hätte einen Eimer Strafe mehr verdient. Drei Eimer Wein, so viel ist sogar Andrea Nahles 2008 aufgebrummt worden. Drei Eimer sind aber auch nur ein Eimer weniger als Ministerpräsident Günther Oettingers Strafe 2007.
Der Zotenreißer: Der Finanzminister bewies vor dem Narrengericht, dass er sich für keine Zote zu schade ist. Selbst wenn seine Frau Sabine Stächele im Publikum – und zugegeben als Zeugin der Anklage – sitzt. Es spricht der Herr Minister auf der Bühne: „Ohne Frau bist du wie ein Zirkus, der zu hat. Ohne meine Frau wäre ich nur ein Mann, der seine Ruh' hat.“ Diese Aussage könnte man grobungünstig falsch verstehen.
Der Ehefrauenbeschreiber: Nicht immer greift Willi Stächele zur Kurzversion. Um die Charakterfestigkeit seiner Frau zu beschreiben, braucht der Finanzminister drei Persönlichkeiten der Zeitgeschichte. Drei Männer. Seine Frau sei eine Mischung aus „Merz, Münte und Heinrich Lübke“.
