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Stockach Rockergruppen: Böse Jungs oder Wohltäter?

19.05.2009


Nachdem der SÜDKURIER über lärmende Rocker vor einer Stockacher Kneipe berichtet hat, wird auf suedkurier.de rege über Rocker- und Motorradclubs wie die „Hells Angels“ diskutiert. Auch einige Szenenkundige melden sich zu Wort.

Die Berichterstattung über den Polizeieinsatz in der Nacht von Samstag auf Sonntag vor einem Lokal der Stockacher Oberstadt löste auf suedkurier.de eine rege Debatte aus. 25 Polizisten waren in der Nacht von Samstag auf Sonntag im Einsatz, um lärmende Rocker der Gruppen „Hells Angels“ und „Red Wolves“ vor einem Stockacher Lokal zu beruhigen. Mehrere Anwohner hatten sich über Lärmbelästigung beschwert. Während die Polizisten die Personalien einiger Rocker aufnahmen, wurden sie offenbar auch lautstark beschimpft. Der Stockacher Revierleiter Willi Streit versicherte: „Wir lassen nicht zu, dass sich so etwas hier etabliert.“

Doch wie gefährlich sind Rockergruppen denn wirklich? Sind die Mitglieder alle kriminell? Und wie soll die Polizei mit diesen Gruppen umgehen? Nutzer „Doodle“ etwa ist das Vorgehen der Polizei zu lasch. Er schreibt: „Hat die Polizei auch Angst vor denen? Als Bürger steht man ja auf verlorenem Posten, wenn man auf die zum Beispiel an einer Tankstelle trifft – wie erst der letzt hier zu lesen war. Dass Rockergruppen mit harter Kriminalität in Zusammenhang stehen, ist bekannt – warum dürfen die Terror über die Bürger bringen?“

Einer ganz anderen Meinung ist Nutzerin „Roissy“, die nach eigenen Angaben Samstagnacht Gast in der Kneipe war und den Polizeieinsatz miterlebt hat. „Seit mehreren Monaten habe ich einen sehr guten und netten Kontakt zu den beiden Motorradclubs und ich finde diesen Artikel sowie das Polizeiaufgebot an diesem Abend, völlig überzogen. Ich war selbst vor Ort und es war ein ganz normaler Abend mit netten Gesprächen und dem Feiern eines Geburtstages“, schreibt sie. Zudem weist sie auf das soziale Engagement der Rockergruppen hin. Auch Nutzer „Capitaine“ verweist auf den guten Umgang der Rocker untereinander: „ Ich war auch eine zeitlang in dieser Szene ( kein Mitglied ) und habe selbst erfahren wie die Biker untereinander und auch Szenenfremden gegenüber sind. Da können sich die Ahnungslosen noch eine Scheibe davon abschneiden.“

Auch „Lupine64“ lobt das Engagement und den Zusammenhalt bei den „Hells Angels“ und „Red Wolves“: "Diese „bösen Banden“ tun auch wirklich gutes wie Kinderheimen Spenden zukommen zu lassen. Oder auch der Kinderklinik Singen. Außerdem empfinde ich diese Kreise als viel angenehmer als ach’ so geachtete Spießbürger die ohne Regeln durchs Leben gehn. Bei diesen Clubs kennt man untereinander die Umgangsformen und hat die Wahl, entweder hält man sich dran oder nicht. Mit Konsequenzen muss man im Leben immer rechnen wenn man Spielregeln verletzt. Bei jedem Volksfest gibt es mehr Unruhe und Ärger als bei ner Party dieser Rockerclubs!“

Ähnlich kann auch Nutzer „laem“ berichten, der nach eigenen Angaben bei den MF Bonanys in Gottmadingen ist: „Wenn ich mir manchmal die Aggressivität auf dem Fußballplatz ansehen, sind Fußballspieler nicht besser oder schlechter als Motorradfahrer.“

Von Polizei und Öffentlichkeit werden die „Hells Angels“ in Singen jedoch kritisch beäugt. Immer wieder sorgen die Rocker für Schlagzeilen, die mit sozialem Engagement keineswegs in Zusammenhang stehen. So wurden im vergangenen Juli drei Mitglieder der „Hells Angels“ wegen Kauf, Konsum und Handel des Kokains zu Haftstrafen verurteilt. Eine ehemalige Prostituierte ließ die Angeklagten damals auffliegen.

Haben Sie Erfahrungen mit Rockergruppen gemacht? Oder sind Sie selbst Mitglied und können uns davon berichten? Dann schreiben Sie uns an: leserreporter@suedkurier.de oder kommentieren Sie diesen Artikel!

Hintegrund: Lärmende Rocker vor Kneipe

Quatsch mit Soße!
Von unbekannt
Mein Freund ist Prospect des HAMC. Er geht einer geordneten Arbeit nach, führt Steuern ab und ...
Zur Sache...
Von unbekannt
Die Member (vollwertige Mitglieder) des Hells Angels MC kommen aus allen möglichen Schichten der ...
Friede
Von unbekannt
Okee, dann vergessen wir das besser Sie Burgfräulein von und zu Schwarzwaldmarie(o;

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