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Stockach Noch darf Michael Holm sitzen bleiben

12.05.2009


Der Name passt zur „70er- und Schlagerparty“ wie ein Ei in den Becher: Michael Holm steht zum Schweizer Feiertag von seinem Sofa auf und tritt im Festzelt auf dem Dillplatz auf. Als ideale Ergänzung hat das Grobgünstige Narrengericht die Stockacher Kultband „Papi's Pumpels“ verpflichtet.

Stockach – Wer will denn schon barfuss im Regen und nass bis auf die Haut durch Stockach spazieren? Aber das Lied von Schlagersänger hören und bei der Schlagerparty am Schweizer Feiertag am 19. Juni mitsingen, das wollen viele. Diese Rechnung macht Frank Bosch als Organisator im Auftrag des Grobgünstigen Narrengerichts auf und er verspricht sich einiges davon: „Das gibt ein wunderbares Programm“, schwärmt Bosch.

Der Fürsprech des Narrengerichts erhofft sich vor allem aus dem Zusammenspiel von Papi's Pumpels und Michael Holm einen idealen Schlagerabend. Die Pumpels hätten mittlerweile richtig eingeschlagen, das beweise auch der erste Platz beim „Närrischen Ohrwurm“, dem Wettbewerb von SWR und SÜDKURIER. „Die harte Probenarbeit zahlt sich aus“, stellt Frank Bosch fest. Die Stockacher Pumpels und Michael Holm treten bei der Schlagerparty getrennt, aber auch gemeinsam auf der Bühne im Festzelt auf. „Mit diesem Programm müssten wir es schaffen, möglichst vielen Leuten aus allen Altersklassen etwas richtig Gutes zu bieten.“

Die Schlager des nun schon 65-jährigen Michael Holm sorgen zumindest bei den etwas reiferen Jahrgängen für eine absolute Ohrwurmwirkung: Die Hits Tränen lügen nicht, Mendocino, Barfuß im Regen können viele wenigstens im Refrain vor sich herträllern. In den 70ern waren Rummelplatzbesuche und lässiges Autoscooterfahren noch Pflicht und die Schlager von Michael Holm die Begleitmusik.

Ein Mann wie Michael Holm kostet, das wissen auch die Verantwortlichen im Narrengericht. Die Gage dürfte im oberen fünfstelligen Euro-Bereich liegen. Über genaue Summen mag Frank Bosch keine Auskunft geben, aber: „Wir wollen bei der 70er- und Schlagerparty etwas Besonderes bieten – und Michael Holm und die Pumpels, das ist schon klasse.“

Während es für die 70er- und Schlagerparty gilt ordentlich Werbung zu machen, um das 1500 Besucher fassende Festzelt voll zu bekommen, ist die Partynacht nach dem Straßenfest am Samstagabend ein Selbstläufer: „Nach unseren Erfahrungen aus den Vorjahren rechnen wir auf jeden Fall mit einem vollen Zelt und jüngerem Publikum“, sagt Frank Bosch.

Arbeit genug gibt's für alle Gliederungen des Narrengerichts während der vier Tage und Abende am Schweizer Feiertag. Rund 200 Mitglieder sind über die vier Tage im Festzelt auf dem Dillplatz im Einsatz. Traditionell zapft die Zimmergilde das Bier, die Hänsele übernehmen den Weizenbierstand, die Laufnarren kümmern sich um das Essen und die Alt-Stockacherinnen und Marketenderinnen servieren Kuchen, Kaffee und Brötchen. Zudem wird ein Vergnügungspark beim Festzelt aufgebaut.

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