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Stockach Nahrung für Insekten in der Stadt

Damit Bienen und Schmetterlinge im Sommer wieder mehr Nahrung finden, sät die Stadt Stockach jetzt Blühwiesen

Sie kümmern sich um Blühwiesen (stehend von links): Edmund Maier, Bürgermeister Rainer Stolz, Patrick Trötschler und Oswald Stetter sowie sitzend (von links) Daniela Ainser, Sabrina Molkenthin und Christoph Ainser.
Sie kümmern sich um Blühwiesen (stehend von links): Edmund Maier, Bürgermeister Rainer Stolz, Patrick Trötschler und Oswald Stetter sowie sitzend (von links) Daniela Ainser, Sabrina Molkenthin und Christoph Ainser. | Bild: Bild: Freissmann

Stockach (eph) Blühende Wiesen, die als Nahrungsgrundlage für Insekten dienen, werden im Sommer immer seltener. Landwirte und Gartenbesitzer würden ihre Wiesen so oft mähen, dass sie für Bienen und Tagfalter kaum noch etwas zu bieten hätten, sagt Patrick Trötschler von der Bodensee-Stiftung. Deswegen hat die Stiftung im Jahr 2009 das Netzwerk blühender Bodensee gestartet, an dem sich seit diesem Frühjahr auch die Stadt Stockach beteiligt.

Die Idee zu dem Projekt kam auf, als Bäckermeister Christoph Ainser das Dinkelvollkornbrot „Blühendes Leben“ ins Programm nahm und vom Verkaufspreis jedes Laibes 20 Cent für den Naturschutz nutzen wollte. Über 300 Euro seien seit dem vergangenen Herbst dadurch zusammengekommen, sagt Ainser. Hinzu kommen 500 Euro vom Stockacher Bezirksimkerverein, bestätigt Edmund Maier, der die Bienenweiden für den Verein betreut. Damit sei das Saatgut für die erste Runde der Blühpflanzensaat finanziert, sagt Sabrina Molkenthin vom Stockacher Umweltzentrum, das das Projekt als Teil der lokalen Agenda 21 betreut.

Die erste Stockacher Blühwiese haben die technischen Betriebe der Stadt in der Haarnadelkurve am Stadtwall eingesät. Dort solle es menschen- und insektenfreundlich blühen, erklärt Molkenthin. Oswald Stetter, Leiter der technischen Betriebe der Stadt Stockach und gelernter Gärtnermeister, hofft, dass Gartenbesitzer auch eine sommerliche Blumenwiese haben wollen, wenn sie die schönen Blüten am Stadtwall sehen. Außerdem sollen Blumenwiesen auch an der Ortseinfahrt von Zizenhausen und bei der alten Papiermühle an der städtischen Obstwiese eingesät werden, sagt Stetter.

Weil an den Standorten auch mehrjährige Pflanzen wachsen sollen, würden die Blumenwiesen von Jahr zu Jahr ihr Aussehen verändern, erklärt Stetter. Und die mehrjährigen Blumen haben noch einen weiteren Vorteil: „Dadurch, dass immer wieder neue Spenden hinzukommen, können wir jedes Jahr weitere Flächen bepflanzen, weil wir die alten Flächen nicht neu einsäen müssen“, erklärt Patrick Trötschler von der Bodensee-Stiftung.

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