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Stockach Minister Stächele vor Narrengericht: „Ich setze auf Angriff!“:

18.02.2009
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Die Klageschrift des Hohen Grobgünstigen Narrengerichts zu Stocken ist längst verfasst und versandt. Finanzminister Willi Stächele wirkt gefasst, angesichts der drohenden Verurteilung.

Im Stress um die nicht minder heiklen aber umso aktuelleren Verhandlungen um Schloss Salem nimmt er sich Zeit für ein Interview mit der Stockacher Redaktion des SÜDKURIER.

Herr Stächele, das Hohe Grobgünstige Narrengericht hat sie zur Verhandlung am Schmotzigen Dunschtig in Stockach vorgeladen. Wissen Sie schon welcher Vergehen Sie bezichtigt werden?

Ich kenne die Anklageschrift, weiß aber trotzdem nicht, was mir vorgeworfen wird. Der Kläger scheint sich in seinen Wortspiralen verheddert zu haben. Im Grunde genommen wird mein bisher ehrbarer Lebenswandel bestätigt!

Die Vorladung erhielten sie bereits als Europaminister. Inzwischen sind sie Finanzminister und als solcher mit viel Geld und wenig Freunden gesegnet. Hoffen sie auf einen Deal mit dem Narrenrichter, um sich frei zu kaufen?

Natürlich hat der Finanzminister immer einen Finanzköder in der Hinterhand. Lassen Sie sich überraschen!

Selten hat ein Beklagter vor der Verhandlung mehr Gelegenheit gehabt, Fluchtmöglichkeiten auszukundschaften. Haben Sie schon einen Rückzugsplan?

Ich setze nicht auf Rückzug, sondern auf Angriff. Wenn es eng wird, genügt der laute Schrei: „Auf der Nellenburg gibt's Freibier“, und das ganze „hohe Gericht“ ist auf dem Berg – daher kommt wohl der Name.


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