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Stockach Kinderumzug: Narrenbaum erstmals im Bürgerhaus gestellt

Beim Stockacher Kinderumzug ging es bunt zu, sowohl was die Hästräger als auch die Regenschirme der Umzugsteilnehmer und Zuschauer anging. Seinen Tribut forderte das Wetter beim Kindernarrenbaum, der kurzerhand einen Platzwechsel bekam.
Mit vielen Bildern vom verregneten Umzug!

Das wichtigste Accessoire zum Kinderumzug waren ein Regenschirm und dicke Kleidung. Ob als Umzugsteilnehmer oder Bonbon-Sammler am Straßenrand, kaum jemand trat unbehütet in den strömenden Regen. Der war auch der Grund, weshalb die Stockacher Jungzimmerer kürzer zum Zug kamen: Der Kindernarrenbaum wurde um einige Meter gekürzt und im Bürgerhaus Adler Post gestellt. Bei diesem Regen habe man die traditionelle Aktion auf dem Gustav-Hammer-Platz weder Jungzimmerern noch Zuschauern zumuten wollen, erklärt Zimmerermorschter Frank Eckardt.

Narren lassen sich die gute Laune nicht verderben

Der Freude tat das keinen Abbruch, Kinder wie Erwachsene feierten den letzten großen Umzug der diesjährigen Fasnacht. Auf Stockachs Straßen gab sich einmal mehr ein buntes Bild: bunte Verkleidungen gepaart mit bunten Regenschirmen. Und gleich fünf Musikgruppen sorgten dafür, dass die Füße nicht still stehen und somit kalt werden konnten.


Sascha Kohl von der Lumpenkapelle Winterspüren war einer der Musiker: „Natürlich könnte das Wetter besser sein“, sagt er, doch seine Liedtexte waren in Plastikfolie sicher verpackt und der Trompete schade der Regen nicht. Anders bei der „Laborgemeinschaft Mirisschlecht, Sorgenfrei & Kollegen“ vom Narrenverein Hindelwangen, die wie viele der Umzugsteilnehmer in abgespeckter Form antraten. „Von ursprünglich 16 sind immerhin sieben da“, sagt Dirk Grundmann. Die „ganzen schönen chemischen Versuche“ hätten sie auch zu Hause gelassen: Kirsch- und Orangensaft hätten vermutlich sowieso wenig Abnehmer gefunden, sagt Grundmann.
 

Die Eltern am Wegesrand haben sich nach eigener Aussage nur kurz überlegt, den Umzug aus dem Kalender zu streichen: „Die Kinder haben sich so gefreut, da wollten wir es nicht absagen“, sagt Stefanie Probst. Sie ist mit ihrer vierjährigen Tochter Jule und dem eineinhalbjährigen Niklas im Kinderwagen dabei, neben ihr steht Freundin Sarah Knaus mit Sohn Ben. Sie sind allesamt als Bienen verkleidet. Die Eltern des Kindergarten St. Marien haben dafür an zwei Abenden fleißig Kostüme gebastelt, geschätzt 50 Bienen tummeln sich in Stockachs Straßen. Die sechsjährige Laura ist dagegen als Prinzessin mit Oma Sonja Ziwey unterwegs und hat eine ganze Tasche voller Bonbons gesammelt, wie sie beim Kinderball nach dem Kinderumzug zeigt. Hier wärmten sich Eltern und Kinder bei Kaffee, Kuchen und Fasnachtsliedern auf.

Der Kinderumzug

Der Kinderumzug beginnt am Bahnhof, wo sich ab 12.30 Uhr teilnehmende Narren, teils auch aus Nachbar-Gemeinden, sammeln. Ab 14 Uhr läuft der Umzug gen Bürgerhaus Adler Post. Nach dem Kindernarrenbaumstellen, das eigentlich auf dem Gustav-Hammer-Platz stattfindet, sorgen die Marketenderinnen beim Kinderball im Bürgerhaus für Bewirtung samt „Abfütterung des Narrensomes“, wobei jedes Kind eine Wurst und ein Brötchen erhält.

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