Stockach (sk) Über 40 Teilnehmer nahmen am Senioren-Aktionstag unter dem Motto „Senioren – Internet – PC“ in Stockach teil. Die Computeria Stockach hatte zu Vorträgen in den kleinen Sitzungssaal im Rathaus Stockach eingeladen. Cornelia Giebler von der Stadtverwaltung Stockach begrüßte die Besucher. „Der Stadt Stockach liegt die Unterstützung der älteren Mitbürger am Herzen, die für sich die Möglichkeiten des Internets entdecken und den Umgang mit dem Computer erlernen möchten,“ erläuterte Giebler, die mit der Betreuung der Computeria beauftragt ist. Jeden Mittwochnachmittag zwischen 15 Uhr und 17 Uhr finden sich die „Computeraner“ im Alten Forstamt ein, um zu fachsimpeln, Fragen und Probleme zu erörtern und an den Rechnern den Umgang mit den Anwendungsprogrammen wie „Word“, Windows Explorer und andere zu erlernen beziehungsweise ihr Wissen weiter auszubauen. Doch aus das Gesellige kommt in der Computeria nicht zu kurz. Dafür sorgen Iris und Kajo Diesmann, die nicht nur vor dreieinhalb Jahren die Initiative für die Gründung der Computeria Stockach gaben, sondern mit ihren Ideen für gemeinsame Besichtigungen und Feiern für den zwischenmenschlichen Zusammenhalt sorgen.
Wie das Internet funktioniert und wie man seinen Rechner an das „Netz der Netze“ anschließen kann, darüber informierte Cornelia Giebler in ihrem Vortrag „Wie komme ich ins Internet“. Das Wissen über die Internetprotokollfamilie, IP-Adresse und die Möglichkeiten des WWW mit seinen Hypermediafähigkeiten erleichterten das Verständnis bei der Nutzung der vielfältigen Möglichkeiten und machten auch die möglichen Gefahren aus dem Internet für den eigenen PC verständlicher, warb Giebler für die Bereitschaft, sich neben den Anwendungsprogrammen auch für den Hintergrund zu interessieren. Immerhin sei ja vor 40 Jahren Datenverarbeitung noch nicht Lehrstoff in der Schule gewesen.
Ganz praktisch wurde es dann beim zweiten Vortrag: Wolfgang Fritsche demonstrierte den Umgang mit „Skype“, einem kostenlosen Programm, mit dem man übers Internet telefonieren, sich Nachrichten senden und sich gegenseitig auf dem Bildschirm sehen kann. Schritt für Schritt erläuterte er die Installation des Programms und wies dabei darauf hin, dass es fürs „skypen“ einer bestimmten Leitungsgeschwindigkeit bedarf, also im Prinzip ein DSL-Anschluss notwendig sei. Wie ich meinen „Skype-Namen“ eingebe, Kontakte finde und eintrage und mit „Voip“, Voice over IP, telefoniere, konnte von den Zuhörern auf der Leinwand mitverfolgt werden.
130 Veranstaltungen in ganz Baden-Württemberg fanden am 1. Oktober anlässlich des „Internationalen Tages der älteren Menschen“ statt. Die Schnupperkurse, Informationsveranstaltungen und Vorträge zum Thema Internet und PC sollten helfen, dass sich die ältere Bevölkerung noch aktiver dem neuen Medium gegenüber öffne, um künftig in vollem Umfang am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können, wie es die Seniorenbeauftragte der Landesregierung, Staatsrätin Claudia Hübner beschrieb.