Das traditionsreiche Stockacher Bauunternehmen Mühlherr-Wagner ist Geschichte. Der Insolvenzverwalter Thorsten Schleich aus Singen legte den Betrieb bereits am 30. Dezember still, wie der SÜDKURIER auf Anfrage erfuhr.
Am Ende ging es Schlag auf Schlag. Kurz nachdem am 30. Dezember das Insolvenzverfahren eröffnet wurde, legte Thorsten Schleich, Anwalt aus Singen, das Bauunternehmen still und kündigte allen verbliebenen 35 Mitarbeitern. Dieser Schritt erfolgte in Abstimmung mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft IG Bau, mit denen ein Sozialplan für die verbliebenen 35 Mitarbeiter erarbeitet wurde. Das sagte Florian Götz, der das Insolvenzverfahren im Auftrag von Thorsten Schleich juristisch begleitet.
Zum Zeitpunkt der Stilllegung hatte das Rohbauunternehmen nur noch eine einzige Baustelle in Hüfingen, nachdem alle anderen Bauherren bereits mit Bekanntwerden der wirtschaftlichen Schieflage von Mühlherr-Wagner das Bauunternehmen gewechselt hatten. Auch neue Aufträge und damit die Aussicht auf künftige Umsätze blieben aus, so dass der Insolvenzverwalter keine Alternative zu der Stilllegung des 1889 gegründeten Traditionsunternehmens sah.
In welcher Höhe Forderungen von Gläubigern aus der Insolvenzmasse beglichen werden können ist noch unklar, da derzeit noch der Überblick über ausstehende Forderungen von Mühlherr-Wagner an ehemalige Auftraggeber fehlt. Ein genaue Einschätzung liegt laut Florian Götz in etwa drei Monaten vor.
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