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Stockach Einmal in einem Rennwagen sitzen

28.07.2010


Wer beim „Performance-Day“ des Autohauses Auer in Stockach im KTM X-Bow mitfahren durfte, stieg begeistert und mit hohem Adrenalinspiegel wieder aus dem Rennwagen.

Stockach – Einmal Rennwagen fahren, und sei es auch nur als Beifahrer. Diesen Traum vieler Jungen konnte man sich beim „Performance-Day“ von BMW Auer erfüllen. Doch wie fühlt es sich an, in einem nur 790 Kilogramm schweren, aber 240 PS starken Wagen zu sitzen? Um dies herauszufinden, unternahm ich eine Testfahrt als Beifahrer in der „KTM X-Bow“.

Schon von weitem hörten die Besucher des „Performance-Day“ im Gewerbegebiet Blumhof das Aufheulen des Motors der „KTM X-Bow“, einem echten Männerspielzeug. Das Chassis des mit einem Audi-Motor ausgestatteten Fahrzeugs besteht komplett aus Karbon und beschleunigt von Null auf 100 km/h in gerade Mal 3,4 Sekunden. Und der Clou bei diesem Fahrzeug: Es ist sogar für den Straßenverkehr zugelassen.

Diesem Gerät, oder vielmehr Steven Koppenhöfer, welcher das Geschoss auf vier Rädern lenkt, soll ich mich nun also anvertrauen. Mir, dessen Rennwagenerfahrung sich bis jetzt auf die einmalige Fahrt mit einem Go-Kart beschränkt, ist schon etwas mulmig. Ermutigend sind jedoch die Gesichter derjenigen, die schon einmal in dem Gefährt mitgefahren sind. „Spaßfaktor pur!“, hört man alle nur sagen. „Diese Beschleunigung in diesem offenen Wagen – Wahnsinn“, berichtet Anton Redling glücklich nach der Fahrt, auch wenn ihn die Kurven auf dem Rundkurs sichtlich angestrengt haben.

Nachdem die Fahrbahn schließlich nach einem kurzen Schauer wieder abgetrocknet und der Tank aufgefüllt ist, steige ich also in den Wagen. Schon die Sitzposition ist für den Motorsportlaien absolut ungewöhnlich. Nur wenige Zentimeter über dem Boden, sitze ich nun neben meinem Fahrer Steven Koppenhöfer und warte auf das, was kommt.

Und es geht eher unspektakulär los, denn zunächst gilt es, um die parkenden Autos auf dem Gelände herum auf die eigens für diesen Tag abgesteckte Rennstrecke quer durch das Blumhof-Gebiet zu kommen.

Kaum kommt man auf die erste Gerade, geht es los: mit Urgewalt werde ich völlig unvorbereitet in den Sitz gepresst und als ich mich wieder sortiert habe, zeigt die Tachotafel neben mir 150 km/h an. Ein erster Adrenalin-Stoß. Nach einer kurzen Bremsung geht es links in die Kurve und dann wieder mit voller Beschleunigung auf die Gegengerade und ehe man sich versieht, ist bereits die erste von drei Runden auf der improvisierten Rennstrecke im Rausch der Geschwindigkeit zurückgelegt.

Nachdem man einmal gesehen hat, was auf einen zukommt, kann ich nun auch entspannter einfach die Kräfte auf mich wirken lassen. Auch in den Kurven mit dem Kopf mitgehen, stellt sich als äußerst vorteilhaft heraus. Eine kurze Sekunde zucke ich nochmals zusammen, als ich beim Beschleunigen das Gefühl habe, dass der Wagen gleich ausbricht, doch mein Fahrer Steven Koppenhöfer meistert diese Situation absolut souverän. Und dann ist es ein bisschen wie beim Achterbahn fahren: Kaum hat man sich an die Fahrt gewöhnt ist sie auch schon wieder vorbei.

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