Birgit Homburger hatte so ihre liebe Mühe beim Cumpaney-Abend auf Schloss Langenstein. Nicht mit der Verleihung des Alefanzordens 2012. Damit war sie außerordentlich zufrieden und in ihrem Innersten bestätigt worden, dass sie diese Auszeichnung des Vereins Fasnachtsmuseum Schloss Langenstein längst verdient hätte.
Womit die FDP-Bundestagsabgeordnete mit Wohnsitz in Hilzingen auf Schloss Langenstein zu kämpfen hatte, waren die Vorgänge rund um ihren Hut. Passend zu ihrer blauen Federboa um den Kostümkragen war um diesen Hut eine weitere blaue Federschlange drapiert. Das regte so manchen im Hölzernen Gang zum Benutzen an. Der frühere Landrat Robert Maus nahm darunter Maß und Museumspräsident Hans-Peter Jehle war versucht, den Hut der Alefanzordensträgerin 2012 statt Narrenkappen aufzusetzen.
Nur, wie kam er in Greifweite des guten Stücks? Das war eine Ungehörigkeit des neuen Langensteiner Narrenkappenträgers Andreas Jung, wie die neue Alefanzordensträgerin später schonungslos offenlegen sollte. Dem CDU-Bundestagsabgeordneten Jung war neben seiner FDP-Kollegin Homburger der Platz auf der Bierbank reserviert worden. Sein Hut, die Stockacher Laufnarrenkappe, hatte allemal noch Platz auf dessen Haupt. Homburgers blauer Federboahut war aber auf der Bank abgelegt dem zu platzierenden Jung im Weg. Er habe sich, so erboste sich Birgit Homburger, freundlich angeboten, das Platzproblem für den Hut zu beheben. Und habe ihn hinter der Bühne des Hölzernen Gangs in einem Türrahmen versenkt. Neben den Requisiten von Moderator Hans-Peter Jehle. Das musste zu einer Zweckentfremdung dieses herausragenden Beispiels einer ausgewiesenen Hutmacherkunst für führende FDP-Politikerinnen nicht nur im Land Baden-Württemberg führen.
Und dafür gab's einen strengen Verweis von Birgit Homburger an ihren Nebensitzer Andreas Jung. Doch auch der hatte so seine Probleme mit den ihm verpassten Kopfbedeckungen. Unter der Stockacher Laufnarrenkappe fühle er sich nicht immer auf Höhe des Zeitgeists, bekannte Jung. Er zitierte aus Zuschriften zu Bildern mit ihm und der Kappe mit zwei Zipfeln und den Schellen: „Ich schaue aus mit dieser Mütze, wie ausgespuckte Grütze.“ Was die ihm verliehene Narrenkappe von Langenstein sofort ändern werde: „Jetzt seh' ich aus wie Ochs am Schwanz.“
