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Stockach Ehepaar fürchtet nach Tierquälerei um seine Katzen

Bereits drei schwere Verletzungen brachten die Katzen von Ehepaar Gabele in Stockach-Zizenhausen nach Hause. Auch die Tierärztin hält eine Fremdeinwirkung für sehr wahrscheinlich.

Heidi Gabele hat Angst. Angst um ihre vier Katzen, denn zwei davon kamen in den vergangenen Monaten mit schweren Verletzungen nach Hause. Der einen wurde der Schwanz amputiert, die andere musste beinahe eingeschläfert werden. Tierärztin Julia Bertsche bestätigt: „Eine Fremdeinwirkung ist sehr wahrscheinlich.“ Jetzt lautet die Frage von Heidi Gabele: „Wer tut so etwas?“

Die Gabeles wohnen in Zizenhausen und besitzen vier Katzen: Katzenmama Mindi ist dem Ehepaar zugelaufen, dazu kommt der Nachwuchs namens Goliath, Helli und Dunki. Dunki war vor etwa einem Jahr verletzt: „Wir dachten erst, es war ein Auto“, sagt Heidi Gabele, als die Katze ihren Schwanz nicht mehr habe heben können. Der Tierarzt stellte eine verletzte Wirbelsäule fest, später wurde der Schwanz amputiert. Eine Verletzung, die sich Dunki selbst zugezogen haben könnte, wie Tierärztin Julia Bertsche sagt. Sie betreut Gabeles Katzen in der Gemeinschaftspraxis mit Lena Kreuzer in Zoznegg.

Anders bei Helli: „Es ist erstaunlich, dass sie wieder läuft“, sagt Bertsche. Zwei Mal sei die Katze an der Hals- und Lendenwirbelsäule geschlagen worden – die Verletzungen könne eine Katze nicht selbst verursachen. „Ich habe nicht gedacht, dass sie wieder auf die Beine kommt“, sagt Heidi Gabele. „Alles war geschwollen, da war es ganz schlimm“, erinnert sie sich an den Vorfall im Januar. Die Katze habe sich gerade von Verletzungen im Oktober erholt und sei dann ganz gelähmt gewesen. Heute lässt sich die grau-weiße Katze kaum anfassen und bleibt im Haus.

Einen Verdacht hat Heidi Gabele nicht: „Ich bin ratlos und kann mir nicht vorstellen, wer so etwas machen würde.“ Dafür eine Bitte: Ruhe für ihre vier Katzen. Dabei gehe es ihr nicht um die Behandlungskosten von etwa 200 Euro, betont sie mehrmals, sondern um die Grausamkeit gegenüber ihren Tieren. Die haben für sie und Mann Gottfried einen besonderen Stellenwert: „Tiere sind für mich das Größte“, sagt Heidi Gabele, „sie sind wie meine eigenen Kinder.“ Umso mehr schmerze es sie, wenn ihnen jemand Gewalt antut.

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