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Stockach Deutsche Brotkunst für Japan: Maiko Sato erlernte im Kinderdorf das Handwerk

03.04.2010
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Die Japanerin Maiko Sato lernte in der Kinderdorf-Bäckerei, wie man deutsches Brot bäckt

Stockach – Ihre Vorliebe für deutsches Brot hat die 26-jährige Japanerin Maiko Sato ins Pestalozzi Kinderdorf nach Wahlwies geführt. In diesen Tagen beendet sie ein sechsmonatiges Auslandpraktikum in der Bäckerei des Dorfladens. Maiko Satos Ziel ist es, in ihrer japanischen Heimatstadt Kawasaki eine eigene Bäckerei mit deutschen Spezialitäten zu eröffnen. Bisher gibt es dort nur Backwaren, die deutschem Brot irgendwie ähnlich, aber trotzdem nicht damit vergleichbar sind. Die junge Japanerin will die deutsche Backkunst – genauer noch das Bio-Backen – nach Kawasaki bringen. Bereits in Japan arbeitete die 26-Jährige zwei Jahre lang in einer Bäckerei, ehe sie sich dazu entschloss, nach Deutschland zu gehen. „Eine Lehrerin hat mir Süddeutschland und den Bodensee empfohlen“, sagt sie. Durch eine Ansprechpartnerin in den Carl-Duisburg-Centren (CDC), über die die 26-Jährige Deutsch gelernt hat, kam sie in die Kinderdorf-Bäckerei. Sie reiste ohne Englisch zu können und mit nur wenig Deutschkenntnissen an den Bodensee. Das meiste lernte sie erst hier im Lauf ihres Praktikums. „Maiko arbeitet ganz normal in der Produktion mit“, erklärt Bäckermeister Hans-Peter Wibbelt. Nur am Ofen seien die großen Backbleche zu schwer für sie.

Die Japanerin ist nicht die erste internationale Praktikantin des Kinderdorfs. Immer wieder kommen junge Leute aus aller Welt nach Wahlwies und arbeiten in der bio-orientierten Demeter-Vertragsbäckerei mit. Eine Praktikantin aus Malaysia hat in der dortigen Hauptstadt Kuala Lumpur sogar nach ihrer Zeit im Kinderdorf einen eigenen kleinen Laden aufgemacht und nach Hans-Peter Wibbelt benannt. Beide stehen auch heute noch in Kontakt. Maiko Sato will ebenfalls den Kontakt zum Bäckermeister halten. Sie hat viel gelernt und beherrscht die Herstellung der verschiedensten Brotteige. In Japan sind allerdings die Mehle und das Wasser ganz anders. „Maiko muss dann erst schauen, wie sie das Gelernte umsetzen kann“, erklärt Hans-Peter Wibbelt. Bevor Maiko Sato nach Japan zurückkehrt, richten ihre Kollegen in Wahlwies noch ein Abschiedsfest für sie aus.

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