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Ludwigshafen/Espasingen Brummis raus, Tempo runter

18.09.2008
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Bodman-Ludwigshafen wehrt sich gegen die zunehmende Belastung durch Schwerverkehr. Auf Beschluss des Gemeinderats beantragt die Kommune beim Regierungspräsidium nun die Sperrung der Bundesstraße34 zwischen dem Anschluss zur B33 und der Einmündung der Kreisstraße 6101 bei Espasingen für Fahrzeuge über 12 Tonnen, soweit diese nicht von der Benutzung der Autobahn ausgeschlossen sind.

Ludwigshafen/Espasingen - Des Weiteren wird beim Regierungspräsidium Freiburg beantragt, im Zuge der Fahrbahnerneuerung an der B34, Ortsdurchfahrt Ludwigshafen, im Bereich des Knotens mit den Gemeindestraßen Bahnhofstraße und "Untergarten" Geschwindigkeitsreduzierende Einbauten vorzunehmen, vorzugsweise einen Kreisverkehr.

Während auf der Radolfzeller Straße seit mindestens 20 Jahren keine Fahrbahnsanierung erfolgt ist, liegt der Neubau des Knotens Hauptstraße/Überlinger Straße gerade fünf Jahre zurück. Die Fahrbahn ist jedoch bereits derart verformt, dass die Sanierung unumgänglich ist. Das Landratsamt hatte informiert, dass die Straßendecke der B34 zwischen dem Seniorenheim Haus Wilhelmine und Anna-Kapelle sowie im Bereich des Knotens mit der B31 alt in der Ludwigshafener Ortsmitte saniert werden müsse.

Es sei erschreckend, dass auf dem Abschnitt B34/B31 alt eine solche Belastung durch den Schwerverkehr gegeben sei, dass die Kreuzung schon wieder sanierungsbedürftig sei, so hieß es in der Ratssitzung. Dies zeuge von der großen Belastung für Straße und Anwohner. Dies sollte zum Anlass genommen werden, den Schwerverkehr von Singen und Konstanz in Richtung Friedrichshafen auf die Autobahn zu verweisen, wo er hingehöre. Derzeit sei es für den Verkehr aus dem Singener Industriegebiet oder aus Konstanz in Richtung Überlingen, Friedrichshafen und Ravensburg durchaus eine Alternative, statt über das Autobahnkreuz Hegau durch Espasingen, Ludwigshafen und Sipplingen zu fahren. Die Strecke durch die Ortschaften ist kürzer, außerdem entfällt für Lastwagen neben der Maut von zirka 1,50 bis 2 Euro auch noch das Buchungsverfahren.

Bereits seit Jahren wird diskutiert, wie der Schwerlastverkehr aus Espasingen, Ludwigshafen und Sipplingen heraus gehalten werden kann. Dieser extreme Fahrbahnverschleiß bietet nach Meinung von Bürgermeister Matthias Weckbach die Chance, dass sich auch der Straßenbaulastträger mit einem Fahrverbot für den Schwerverkehr zwischen der B33 bei Güttingen und Espasingen anfreunden kann. Als schwer einzuschätzen ist nach Meinung der Verwaltung die Gefahr, dass der Schwerverkehr über die Kreisstraßen 6100 (Dettelbach), K6163 (Radolfzell-Stahringen-Wahlwies) oder von Singen über die Landstraße 233 (Steißlingen-Orsingen) ausweicht. Allerdings sind die beiden Kreisstraßen für den Schwerverkehr absolut nicht geeignet. An den beiden Ortseingängen der B31 alt (Stockacher und Überlinger Straße) wurden im Zuge von Baumaßnahmen auch Geschwindigkeitsreduzierende Einbauten vorgenommen. Lediglich in der Radolfzeller Straße rollt der Verkehr noch ungebremst bis weit in den Ort hinein, wurde im Rat kritisiert. Eine Insel unter Inanspruchnahme der Busbucht bei der evangelischen Jugendbildungsstätte werde nicht zugelassen, weil dann der haltende Bus den sehr starken Verkehr total aufhalten würde, berichtete Bürgermeister Weckbach.

Nachdem aber die Decke der Radolfzeller Straße sowieso erneuert werden müsse, habe man das Owinger Ingenierbüro Reckmann gebeten, Möglichkeiten für eine Umgestaltung des Knotens der B34 mit der Bahnhofstraße und dem "Untergarten" zu prüfen. Nach dem Ergebnis der Untersuchung ist dort ein Kreisverkehrsplatz mit 15 Meter Außenradius möglich.

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