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Stockach Birgit Homburger macht mit Kindern einen Ausflug nach Lummerland

24.11.2011


Vorlesetag mit politischer Prominenz: Birgit Homburger liest in der Stockacher Stadtbücherei Drittklässlern aus Endes Klassiker „Jim Knopf“ vor

Stockach (cla) Wann darf eine Politikerin mal zugeben, dass sie am liebsten im Sessel sitzt, ein Buch liest, Musik hört und sich ausruht? Sie komme nur leider selten dazu, antwortet Birgit Homburger, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP, auf die Frage eines Stockacher Drittklässlers, was ihre Lieblingsbeschäftigung sei. Immerhin ist Birgit Homburger zu einer Veranstaltung gekommen, die sicher nicht täglich in ihrem Terminkalender steht: Aus Anlass des bundesweiten Vorlesetags liest sie an diesem Vormittag der Klasse 3b der Grund- und Werkrealschule Stockach aus dem Kinderbuchklassiker „Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer“ vor. Sie kommt dabei in den Genuss von äußerst aufmerksamen Zuhörern, die die Details der Geschichte von Lummerland mit seinen zwei Untertanen, dem König und Lukas, dem Lokomotivführer, ziemlich genau kennen. Schließlich geht es bei Lummerland um ein recht überschaubares Gemeinwesen. Entsprechend lebhaft gestaltet sich die Lesestunde. Die Schüler beantworten Zwischenfragen und kommentierten im Voraus, wie der kleine Jim zu seinem Nachnamen Knopf kam.

Etwas brennt den Drittklässlern allerdings noch mehr auf den Nägeln: Sie wollen ihre Fragen an die Politikerin loswerden. Nach mehreren Kapiteln „Jim Knopf“ ist Gelegenheit dazu. Die jungen Interviewer sind gut vorbereitet und kennen wenig Tabus: Warum Birgit Homburger den Beruf gewählt habe, wo sie unterwegs sei und wie viel sie arbeite. „Wir haben in meiner Familie immer viel über Politik diskutiert“, erklärt die Liberale, „und ich wollte helfen, Probleme in unserem Land zu lösen.“ Dass sie abends manchmal erst gegen 0 Uhr nach Hause komme, erzählt sie.

Manche Antworten versetzen die Achtjährigen in Staunen: Dass Homburger bereits seit 20 Jahren Politik macht, können sie sich nur schwer vorstellen. Birgit Homburger gibt sich authentisch, lässt sich viel Zeit und setzt den Kindern keine Grenzen, das kommt bei den jungen Zuhörern an. Fast scheint es, als genieße sie die Begegnung mit diesem ganz anderen Publikum, bei dem von Politikverdrossenheit keine Rede sein kann.

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