Stockach Betrug statt dickem Scheck
16.12.2010
Das teilte die Polizei mit. Die Kriminellen haben verschiedene Maschen, mit denen sie ihre Opfer ködern wollen. Zunächst stellen sie einen deutlich überhöhten Geldbetrag in Aussicht, um dann mit dubiosen Geldtransfers die Opfer zu täuschen und Gewinn zu machen. Zu den angewandten Betrugsversuchen zählt laut Polizei unter anderem, dass die Kriminellen in Englisch bei Zimmervermietern anrufen. Obwohl keinerlei Vereinbarungen mit ihnen getroffen wurden, bekommen die Vermieter vermeintlich dicke Schecks mit einigen tausend Euro Wert zugeschickt. Doch damit wollten die Betrüger ihre Opfer ködern.
Ein weiterer Trick, wohl derselben Kriminellen, wurde der Polizei gemeldet. Er ist ähnlich: Zunächst bietet ein Engländer, in diesem Fall ein Mr. Davis, für ein im Internet angebotenes kaputtes Auto 4000 Euro statt der 2000 Euro in der Anzeige. Dies begründete er damit, um die Transportkosten nach England zu begleichen. Kurz darauf teilte der unbekannte Anrufer der Auto-Verkäuferin mit, rund 2000 Euro seien über eine Reisebank an eine Spedition überwiesen worden. Die Transfernummer des Schecks wurde an die Empfängerin verschickt. Kurz darauf wollten die Betrüger Kasse machen und teilten der Auto-Verkäuferin mit, Mr. Davis sei nur der Vermittler des Geschäfts gewesen. Sie solle die restlichen 2000 Euro an den vom Verkauf zurückgetretenen Kunden zurück überweisen – wieder anonym über die Reisebank. Doch der vermeintlich dicke Scheck war gestohlen. Darüber wurde die Auto-Verkäuferin kurz danach von ihrer Bank informiert. Die Auto-Verkäuferin hatte den Betrug gewittert und schaltete die Polizei ein. Derzeit schützen die Banken ihre Kunden ab, indem sie Scheckbeträge erst gut schreiben, wenn von der bezogenen Bank die Bestätigung vorliegt. Mögliche weitere Betroffene werden gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen und keine anonymen Überweisungen über Reisebanken vorzunehmen.
