Stockach-Wahlwies Alternative zum Hühnergackern: Openair-Festival auf dem Aussiedlerhof Erlenhof

Mehr als 300 Besucher zählen die Veranstalter. Kinder und Erwachsene haben Spaß bei Rock- und Reggaemusik. Die ganz jungen Besucher sehen bei den Tieren im Streichelzoo vorbei

Gute Stimmung, gute Musik und gutes Wetter waren beim Erlenhof openair-Festival der Garant für ein gelungenes Event. Auf dem Festival-Gelände, charmant und paradiesisch schön eingebettet in die "heile Welt" des kinderdorfeigenen Erlenhofs tummelten sich unter den geschätzt 350 Gästen etliche junge Familien mit kleinen Kindern. Glückliche Hühner spazierten bis zum Einbruch der Dämmerung zwischen glücklichen Festivalbesuchern. Mitarbeiter des Kinderdorfs nebst Hof-Azubis grillten Bio-Steaks und frisch vom Acker geerntete Kartoffeln.

"Weil unsere Mamas mit einigen der Musiker befreundet sind, dürfen wir zum Erlenhof Openair", berichteten am Rande sechs Jungen zwischen sechs und neun Jahren. Sie und ihre Familien kamen alle aus dem Klettgau wie die Musiker von "Les Narcotik Hoolas" und hatten wie jene zur Übernachtung auf der Kuhweide ein Zeltlager aufgeschlagen.

Fünf Wochen alt ist Oliver Rist und damit wahrscheinlich der jüngste Festivalbesucher. Olivers Opa ist der Erlenhof-Bauer Karl-Hermann Rist und sein Vater Felix Rist hat hier seine Kinder- und Jugendjahre verbracht. "Wir waren bisher jedes Jahr bei dem Erlenhof Openair", berichtete Olivers Mutter Jasmin Rist. "Es ist immer sehr schön, ungezwungen und locker", lobte sie die tolle Atmosphäre, "mit einer schönen Mischung aus Jung und Alt".

Cool und fetzig klingt, was die fünf Bands in zuweilen wechselnden Formationen ihren begeisterten Zuhörern präsentierten. Die Stimmung ist heiter, die Musik geht ins Blut, reißt mit, animiert zum Klatschen, Tanzen, Singen. Andy Duroe, Gitarrist der wandelbaren klasse Folk-Band The Kahooneys, hatte sich schon vor dem Auftritt mit spontanen Zaubereien seinen Kinder-Fan-Club klargemacht.

Gute Stimmung, gute Musik und gutes Wetter bilden die Basis für einen gelungenen Abend: Les Narcotik Hoolas spielen auf dem Erlenhof, zur Freude des Publikums. Bilder: Gabi Rieger
Gute Stimmung, gute Musik und gutes Wetter bilden die Basis für einen gelungenen Abend: Les Narcotik Hoolas spielen auf dem Erlenhof, zur Freude des Publikums. Bilder: Gabi Rieger

Sitzgelegenheiten gab es viele. Auf Strohballen saßen die Zuhörer zum Beispiel, an Tischen auf Bierbänken. Bevor die Dämmerung hereinbrach und die Hühner schlafen gingen, vergnügten sich viele Kinder im Gehege des Streichelzoos mit den Ziegen und den Hängebauch-Schweinen. "Das Wetter spielt mit", freute sich Janina Walter, die über ihre Arbeit als Musiktherapeutin des Kinderdorfs hinaus in wechselnden Formationen Bühnenpräsenz zeigte. Ihr Freund und Kollege Markus Helmeth wirkte als Schlagzeuger mit und war darüber hinaus als Festival-Organisator beinahe überall gleichzeitig anzutreffen. Beifallsstürme ernteten alle, die auftraten, besonders aber der Sänger Sheriff aus Gambia, der mit seinem Charme verzauberte.

Die sieben Musiker von "Les Narcotik Hoolas" bezogen das Vibrato des federnden Bühnenbodens für ihren mitreißend fetzigen, bald swingenden Sound mit ein in ihre tanzbare Mischung aus Reggae, Surf, Latin, Balkan und Ska. Ältere Kinder schleppten Holz als Nachschub fürs offene Feuer herbei. Mit rockiger Röhre sang "VeroNika" französische Chansons. Ordentlich losgerockt mit knackigen Hardrock-Riffs hat kurz vor Mitternacht die Band Formosa.

Die Bands

  • The Kahooneys mit Irish, British und American Folk
  • Les Narcotik Hoolas mit einer Mischung aus Reggae, Surf, Latin, Balkan & Ska
  • Sheriff sang solistisch und mit Percussions Liebeslieder aus Gambia
  • toutlemORKESTRA, entstanden aus einem Projekt für Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung
  • Formosa, die sich aus einer Stockacher Schülerband zur Hardrock-Band entwickelte. (gri)

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