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Steißlingen Streit um Sanierung oder Abriss

04.02.2012
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Ob das Gebäude auf dem Grundstück fürs neue Feuerwehrhaus bleiben darf, muss der Steißlinger Gemeinderat entscheiden

Wo das neue Feuerwehrgerätehaus hinkommen soll, ist ja ganz klar und inzwischen schon beschlossene Sache: auf das Schönenberger-Areal gegenüber des Steißlinger Landmarkts. Was nicht klar ist und worüber es in der jüngsten Gemeinderatssitzung hitzige Diskussionen und fachkundiges Für und Wider gab: Soll das alte Schönenberger Haus auf diesem Grundstück saniert und erhalten und für Feuerwehr und DRK genutzt werden (in Verbindung mit einem funktionellen Gerätehaus-Neubau) oder soll es abgerissen und alles ganz neu gebaut werden?

Der Abriss, so Bürgermeister Artur Ostermaier, würde auch Geld kosten, geschätzte 60 000 Euro. Mit drei Nein- Stimmen und einer Enthaltung überwog die Zahl derer, die das Haus Singener Straße 37 „nach Möglichkeit“ in die weitere Planung einbezogen haben möchten. Auch wenn der Keller wegen Feuchtigkeit für eine Nutzung ausfällt, (wie ein Gutachten feststellt) stehen auf zwei Stockwerken je 100 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Ohne Dachausbau.

Alle Räumlichkeiten, die im engen Zusammenhang mit einem Einsatz stehen, „müssen im Neubau untergebracht werden“ auch der Schulungsraum mit Nebenräumen, hieß es in der Sitzung. Dagegen sollen die Räume für Verwaltung und Organisation der FFW, Jugendfeuerwehr, DRK und Jugendrotkreuz mit den notwendigen Nebenräumen im vorhandenen Wohngebäude untergebracht und mit dem Neubau verbunden werden.

Mit diesem Raumprogramm haben sich FFW und DRK intensiv beschäftigt. Johann Senner – bekannt als Planer des neuen Bades – von Büro Planstatt erläuterte in der Sitzung das Verfahren des Planungswettbewerbs (aufgrund des engen Zeitrahmens kein offener Wettbewerb) und plädierte „aus städtebaulichen Gesichtspunkten“ für den Erhalt des Schönenberger Hauses als „ein Stück altes Steißlingen“. Ebenso der Bürgermeister, der auf andere gelungene Sanierungen – wie z.B. das Country – hinwies.

Die meisten Gemeinderäte wollten den Schwerpunkt der Planung auf optimale Funktionalität gelegt sehen. Hugo Maier brachte eine „ähnliche Idee“ – stilmäßig – für den Neubau ins Spiel. Stefan Maier und Michael Weinmann wollten wissen, ob die Kosten für den Hausumbau sich rechnen. Das könne „niemand beantworten“, so Ostermaier: „Es lohnt sich auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten“. Eine klare Entscheidung für oder wider das bestehende Wohngebäude muss der Rat erst fällen, wenn die Entwürfe bei Senner vorliegen.

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