Beim Steißlinger Frauenfrühstück beschäftigt sich Gitta Schreiber mit dem Zusammenhang von Ordnung und Wohlbefinden
Entrümpeln befreit – so lässt sich der Vortrag von Gitta Schreiber beim Frauenfrühstück im Steißlinger Remigiushaus auf den Punkt bringen. Etwa 90 Frauen, überwiegend aus Steißlingen, Friedingen, Singen, Volkertshausen, Mühlhausen, Bohlingen, Rielasingen und Gottmadingen, hörten sich an, weshalb das Loslassen vielen Menschen so schwer fällt und wie positiv sich das Entrümpeln in Haus, Wohnung oder Büro auf das seelische Wohlbefinden auswirkt. „Wir denken, wir prägen unsere Räume, dabei prägen unsere Räume uns“, zitierte sie Churchill und untermauerte, wie man sich mit Zustellen und Zumüllen von Flächen auch das persönliche Wohl zuschütten kann. Dabei machte Gitta Schreiber das Wohnzimmer zum „Herz“, den Fußboden zum „Wohlstandsbarometer“ und die Küche zum „Bauch“ der eigenen Behausung. Der Keller stehe für die Vergangenheit und der Dachspeicher für die Zukunft. Während angesammeltes Gerümpel Blockaden, Unlust, Trägheit, Stau, Überforderung und Chaos bewirken, bringe Entrümpelung „Erleichterung, Klarheit und Motivation für Neues durch Gewinn von Zeit und Muße“.
Von purer Begeisterung bis zu leiser Uneinigkeit, ob es überhaupt zu trennen sei, „was wir lieben und was wir brauchen“, reichte die Stimmung im Publikum. Edeltraud Homburger von der katholischen Frauengemeinschaft war begeistert. Sie hatte den Vortrag in Singen erlebt und die Referentin „gleich aufs Land eingeladen“. Zu Beginn der Veranstaltung überraschte die Musikschule mit einer begeisternden Körper-Percussion unter Leitung von Peter Maier.