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Steißlingen Nacktheit als Meditation

Künstlerische Aktfotografien in der freien Natur zeigt eine Ausstellung von Thomas Bichler.

Die Kunstausstellung „Akt und Landschaft – Thomas Bichler: Die fotografische Verbindung von Mensch und Natur“ wird am heutigen Donnerstag, um 19 Uhr, im Rathausfoyer als Auftakt zum Klemenzenfest eröffnet. Veranstalter ist der Kunst- und Kulturkreis Steißlingen.

Thomas Bichler, 1969 im nordhessischen Kleinstädtchen Eschwege geboren und in Frankfurt am Main aufgewachsen, lebt und arbeitet schon seit über zwanzig Jahren am Bodensee. Seit seinem Studium in Konstanz ist er eng mit dem hiesigen Tourismus verbunden. Nach und nach kristallisierte sich aus dem breiten touristischen Spektrum seiner Arbeit das Schreiben und Fotografieren als Haupttätigkeit des vielseitigen Künstlers heraus.

Reiseberichte, vornehmlich zum Thema Wandern und Radfahren aus ganz Europa, etliche Reise- und Freizeitführer über den Bodensee und abertausende Farbaufnahmen sind so entstanden. Als Kontrast zu dieser schrill-bunten Reizüberflutung der Katalogmotive, widmet er sich seit einigen Jahren zunehmend der Schwarzweiß-Fotografie. Mensch und Landschaft bilden seine wichtigsten Motive.

Ab 2003 wurde die künstlerische Aktfotografie mehr und mehr zu seinem persönlichen Rückzugsort. Akte in der Landschaft fotografieren ist wie eine „Art der Meditation“, ohne Stress und Zeitdruck, ohne auf Kundenwünsche Rücksicht nehmen zu müssen, ohne Kosten und Leistungsdruck. „Der Kunstgriff liegt darin, den Menschen in die Landschaft zu integrieren“. Studiofotografie hat Thomas Bichler noch nie gereizt.

Aufwändiges Lichtsetzen, der beengte Bewegungsradius und die meist sterile Atmosphäre sind für ihn nicht inspirierend. Lieber läuft er stundenlang durch die Landschaft, um den geeigneten Platz für ein Fotoshooting zu finden. Es langt ihm aber nicht, eine schöne Frau einfach an den nächsten Baum zu lehnen und den Auslöser zu drücken. Pose, Körper und natürliche Formen sollen eine Einheit bilden. Körperlinien sollen dem Schwung eines Astes folgen, Arme und Beine in die Natur übergehen, sie bestenfalls in ihren Linien unterstützen, sollen diese aber nicht brechen, sondern mit ihnen verschmelzen.

Die Ausstellung ist vom 13. September bis zum 6. Oktober Montag bis Freitag von 8 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 16 Uhr; sonntags und feiertags sowie am 16. September (Klemenzenfest-Montag) von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Am Klemenzenfest-Sonntag, 15. September, ist die Ausstellung von 10 bis 16 Uhr zu sehen

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