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Steißlingen Eiszeit am Steißlinger See

11.02.2012
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– Im Schwimmbad gibt es zurzeit keine Eisbecher und Pommes, aber am Badesteg Grillwurst, Glühwein und Kinderpunsch, serviert und zubereitet vom Kiosk-Betreiber Stefan Kronenbitter. Ab etwa 15 Uhr ist er an Ort und Stelle.

„Jeden Tag kommen mehr“, sagt er und legt noch ein paar Würste auf den Grill. Schlittschuhläufer und Spaziergänger drängen sich um den improvisierten Stand – eine gute Gelegenheit für ein Schwätzchen. Warum nicht im Winter genießen, was einen auch im Sommer in Steißlingen freut: den See. Es hat sich im Dorf herumgesprochen: der See ist zugefroren. Glatt wie ein Spiegel und etwa 15 Zentimeter dick ist das Eis. Zumindest dort, wo Seesträßler und Postwegler Löcher gebohrt und gemessen haben. Schon Anfang der Woche wagten sich ein paar ganz Mutige auf den See. Da war in Ufernähe unter dem fensterglas-klaren Eis noch jedes Grashälmchen und Steinchen zu sehen. Inzwischen versperrt Pulverschnee die Sicht in die Tiefe. Aber der leichte Flaum ist kein Problem für die Schlittschuhe. Die Kufen der Eishockeyspieler kratzen lärmend wilde Linien ins Eis, Hockeyschläger knallen den Puck übers blank geputzte Feld. Das ist Eiszeit am See, ein in den letzten Jahren selten gewordenes Vergnügen. Ganze Familien sind schon unterwegs, zu Fuß oder mit Schlittschuhen und Schlitten, auf dem die Kleinsten gut eingepackt Steißlinger Winterfreuden erleben können. Die einen drehen Runde um Runde, manche laufen quer über den See, Leute begegnen sich, bleiben stehen, reden miteinander, alle sind begeistert, und alle haben Zeit. „Über der Wasserfläche laufen, wo man im Sommer schwimmt – das hat was, und ist fast wie schweben“, freut sich Sabine Togny mit ihrem Mann. So lange das Eis gut und das Wetter schön ist, wird Kronenbitter weiter vom Badesteg aus die Wintersportler mit Speis und Trank versorgen.

Offiziell freigegeben ist die Eisfläche nicht, wird sie auch nicht. Das Schild vorm Badesteg gilt auch im Winter: „Achtung, Benutzung des Sees auf eigene Gefahr. Eltern haften für ihre Kinder.“

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