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Steißlingen Ein Heimatfilm für die Herzenskinder

Der Singener Regisseur Marcus Welsch führte die Dokumentation „Landschaftsgeschichten“ für den guten Zweck in Steißlingen vor.

Wolfgang Seliger (links) und Regisseur Marcus Welsch stellten den Dokumentarfilm „Landschaftsgeschichten“ in der Steißlinger Seeblickhalle vor.
Wolfgang Seliger (links) und Regisseur Marcus Welsch stellten den Dokumentarfilm „Landschaftsgeschichten“ in der Steißlinger Seeblickhalle vor. | Bild: Bild: Kuhn

Steißlingen (kun) Durch Spenden und gute Ideen sind in den zurückliegenden Tagen 1 264 Euro für die Aktion „Herzkinder“, die Hilfsaktion von Christa Fritschi aus Orsingen zugunsten herzkranker Kinder, zusammengekommen. Den größten Anteil daran hatte ein Dokumentarfilm des gebürtigen Singeners Marcus Welsch. Auf vielfachen Wunsch wurde sein Film in Steißlingen vor fast 200 Personen gezeigt.

Die Steißlinger Pfadfinder bewirteten und verkauften die von der Randegger Ottilienquelle spendierten Getränke. Dieter Fleischmann selbst konnte zur Filmvorführung nicht da sein, kommt im Film aber zu Wort und gibt mit den Erzählungen aus seiner Jugendzeit einen interessanten Blick in die Geschichte des Randen. Marcus Welsch verlangte keinen Eintritt für seinen Film, stattdessen spendeten die Besucher für die „Herzkinder“.

Zusammen mit dem Regisseur stellte Wolfgang Seliger als einziger der neun Protagonisten den Film vor, der von SWR und Arte mit produziert und vor einem Jahr im Cineplex Singen gezeigt wurde. Welsch erzählte vom Weg des Films – von den Beteiligten, von der Geburt der Idee, vom Dreh „aus dem Bauch raus“ bis zum Gelingen.

Die , ruhigen Bilder des Films beschreiben eine Landschaft, in die die Menschen passen, die darin zu Wort kommen. Menschen, die der Region und ihrer Geschichte mit ihren eigenen Geschichten ein Gesicht geben. Wolfgang Seliger erzählt ganz unaufgeregt von seinem Einsatz als junger Polizist gegen gesuchte RAF-Terroristen in Singen, den er nur mit großem Glück überlebt hat. In der Geschichte seiner Ausgrabungen in Orsingen kommt der Steißlinger Arzt Dietrich Wollheim über die gefundenen Scherben zur Geschichte der Römer in der Region.

Die Auswirkungen des Nationalsozialismus und den Neuanfang beschreiben eindrucksvoll Einheimische und Zugewanderte auf der Höri. Hinreißend erzählt Landwirt Hassler von seinem harten Leben. Die Auswahl der Menschen ergab sich durch Freunde des Regisseurs und Zufälle. Ohne Scheu geben sie vor der Kamera Gedanken und Erinnerungen preis.

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