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19.09.2012  |  von Matthias Biehler  |  3 Kommentare

Singen Zwei schwere Fahrradunfälle in wenigen Tagen

Singen -  Radler leben gefährlich: Nachdem in Singen vor wenigen Tagen ein Mann nach einem Sturz ohne Helm am Schädel operiert werden musste, ist am Montag ein Rennradfahrer in Aach tödlich verunglückt.

Tödlich endete ein tragischer Verkehrsunfall am Montagnachmittag auf der Hauptstraße in Aach. Ein Radfahrer konnte eine Kollision mit einem aus der Mühlenstraße (die enge Zufahrt am rechten Bildrand hinter der Ampel) kommenden Traktor mit Hänger nicht vermeiden. Jetzt ermittelt ein Sachverständiger den Unfallhergang.  Bild: Waschkowitz

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Gefährliche Zeiten für Radfahrer: Tödlich endete ein Verkehrsunfall für einen Radfahrer in Aach am Montagnachmittag (wir berichteten), ein am Sonntagabend in Rielasingen verunglückter Radfahrer kämpft noch um sein Leben. Er erlitt schwere Kopfverletzungen und stürzte aus bislang unbekannten Gründen, aber laut Polizei ohne Fremdeinwirkung.
 

Dennoch macht die zunehmende Verkehrsdichte den Radlern das Leben schwer und die Diskussion um eine Helmpflicht für Radfahrer verstummt nicht. „Natürlich ist es ratsam, einen Helm zu tragen“, betont Polizeisprecher Peter Hauke von der Polizeidirektion Konstanz. Nicht zuletzt dem Radler entlang der Aach in Rielasingen hätte so eine Kopfverletzung womöglich erspart bleiben können.

Ob ein Helm in Aach geholfen hätte, muss derzeit ebenso untersucht werden, wie die Frage nach der Verantwortung bei dem tödlichen Unfall in der Ortsmitte. „Dazu lässt sich derzeit noch nichts sagen“, betont Bernhard Maier als Leiter des zuständigen Engener Polizeipostens.

Gutachter prüft Kreuzungsbereich

Nach dem tödlichen Verkehrsunfall forscht ein Gutachter nun nach dem Unfallhergang an der unübersichtlichen Gefahrenstelle im Kreuzungsbereich von Hauptstraße und Mühlenstraße in der Stadtmitte von Aach.

So ist auch am Tag nach dem tödlichen Unfall der Ablauf Ermittlungsgegenstand. Akribisch untersucht der Gutacher allerlei Spuren, die zu Erkenntnissen führen sollen, wie der 74-jährige Radfahrer zu Tode gekommen ist und ob der Zusammenstoß überhaupt vermeidbar gewesen wäre.

Laut Polizei ist das in Aach wohnende Unfallopfer auf seinem Rennrad vom Ortseingang auf der Hauptstraße Richtung Ortsmitte unterwegs gewesen. Auf der abschüssigen Straße sind hohe Geschwindigkeiten auch für Radfahrer nichts Außergewöhnliches. Zur tödlichen Kollision kam es laut Polizei, nachdem ein Traktor mit Hänger aus der Mühlenstraße in die Aacher Hauptstraße einbiegen wollte.

Schwere Kopfverletzungen durch Zusammenstoß

Der Radfahrer geriet zwischen Zugmaschine und Hänger und erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen. Eine Obduktion des Unfallopfers ergab, dass der Mann aufgrund seiner schweren Kopfverletzungen, die er sich beim Zusammenstoß mit dem landwirtschaftlichen Fahrzeug zugezogen hatte, verstorben sei. Einen Helm soll er laut Beobachtern vor Ort nicht getragen haben.

Bis wann der abschließende Bericht des Gutachters vorliegt, ist laut Polizei noch ungewiss. Die Ermittlungen laufen weiter. Geprüft werden müsse dabei laut Polizei auch, ob der Unfall von Seiten des Traktorfahrers überhaupt hätte verhindert werden können.

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