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Singen Zahlreiche Glätte-Unfälle auf Hegauer Straßen

Erstmals kracht es im Winter häufig. Sportler müssen sich noch gedulden.

Der Winter macht ernst. Erstmals ereigneten sich im Hegau zahlreiche Unfälle mit leicht verletzten Personen und zehntausenden Euro Schaden, seit Schnee und Kälte Einzug gehalten haben. „Bisher verzeichneten wir nur vereinzelte Zusammenstöße, die vor allem Überfrieren von Nässe verursacht haben. Nun gab es gleich eine große Anzahl von Unfällen, weil erstmals seit Winter-Beginn auf den Fahrbahnen längere Zeit Schnee und Matsch lagen“, schildert Bernd Schmidt, Sprecher des Polizeipräsidiums Konstanz. „Offenbar sind etliche Verkehrsteilnehmer von den Witterungsbedingungen überrascht worden. Meist sind es Fehlverhalten, welche die Unfälle auslösen. Die Fahrweise wurde den Straßenverhältnissen nicht angepasst. Wer zu schnell fährt und zu wenig Abstand hält, muss mit üblen Folgen rechnen. Sehr schnell geraten Fahrzeuge unkontrolliert ins Rutschen oder Übersteuern“, so Schmidt. „Wie Unfälle zeigen, sind manche Autofahrer überfordert, wenn die Beläge auf den Fahrbahnen schnell wechseln“, erklärt der Polizeisprecher. Es gebe auch schwer einsichtbare tückische Stellen, wie in Waldgebieten oder vor oder nach Autobahntunnels. „Wir stellen auch fest, dass immer wieder junge Fahrer, die den ersten Winter ein Auto steuern, aus Unerfahrenheit in Unfälle verwickelt sind“, sagt Schmidt.

So schildert die Polizei Verläufe von einingen der acht gemeldeten Unfällen:

  • Gegen Leitplanken geprallt: Beim Wechsel von der schneefreien rechten Fahrspur auf die schneebedeckte linke Fahrspur ist am Dienstagabend, gegen 21.15 Uhr, ein in Richtung Norden fahrender KIA auf der A 81, nach dem Heilsbergtunnel ins Schleudern geraten und in die seitlichen Leitplanken geprallt. Bei einem weiteren Unfall am Dienstagmorgen auf der Autobahn, Höhe Hilzingen-Dietlishofen, wurde eine 23-jährige Fahrerin leicht verletzt. Nachdem ihr Auto außer Kontrolle geraten war, kam das sich drehende Fahrzeug erst nach 80 Metern an der Mittelschutzplanke zum Stillstand.
  • Fahrzeug überschlägt sich: Vermutlich bei nicht angepasster Geschwindigkeit ist am Dienstagnachmittag, gegen 16 Uhr, ein von Steißlingen in Richtung Radolfzell fahrender Fiat eines 32-Jährigen auf der L 226, kurz vor der Autobahnunterführung, auf der durch Schneefall glatten Fahrbahn ins Schleudern geraten. Dabei stieß das Auto auf den Erdwall und überschlug sich. Der Fahrer wurde leicht verletzt. Zur Bergung des Fahrzeugs und Säuberung der Fahrbahn musste die L 226 für rund 90 Minuten gesperrt werden.
  • Vergeblicher Bremsversuch: Vorfahrtsverletzung dürfte die Ursache für einen Verkehrsunfall in Singen gewesen sein, bei dem am Dienstagnachmittag, gegen 16.15 Uhr, an der Einmündung Uhlandstraße/Haydnstraße ein Schaden von rund 4500 Euro entstanden ist. Die Fahrerin eines Mercedes steuerte von der Haydnstraße nach rechts in die Uhlandstraße ein und übersah dabei einen VW Golf, dessen Fahrer noch vergeblich versuchte, auf der schneebedeckten Fahrbahn durch eine Gefahrenbremsung den Zusammenstoß zu verhindern.
  • Ins Schleudern geraten: Weil ihm nach den eigenen Schilderungen ein großer Laster auf seiner Fahrspur entgegengekommen ist, musste der Fahrer eines auf der Bundesstraße 314 in Richtung Waldshut fahrenden Mercedes am Dienstagmorgen, gegen 10.15 Uhr, auf Höhe Riedheim sein Fahrzeug nach rechts lenken. Dabei geriet das Auto auf der schneeglatten Fahrbahn ins Schleudern und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Zeugen bitte beim Polizeiposten Gottmadingen, (0 77 31) 1 43 70, melden.
  • Die Autobahmeisterei: Hochbetrieb herrscht derzeit bei der Autobahnmeisterei Engen. Sie muss den Winterdienst für zwei Millionen Quadratmeter Fahrbahnfläche leisten. „Wir haben sechs Großlaster und zwei Unimigos im Schichtbetrieb im Einsatz, der bisher normal verläuft“, berichtet Norbert Roth, Leiter der Autobahnmeisterei Engen. „Wir streuen auch vorbeugend. Ein Großteil davon mit Flüssigsalz. Über Fahrbahn-Sensoren können wir Gefahren, wie Blitzeis, zusammen mit dem Wetterdienst schon zehn Tage im voraus feststellen“, so Roth.
  • Vorsichtig fahren: Grundsätzlich gilt laut Polizei, dass jeder Verkehrsteilnehmer seine Geschwindigkeit den jeweiligen Sicht-, Wetter- und Fahrbahnverhältnissen anpassen muss. Wenn also 100 Stundenkilometer erlaubt sind, heißt dies nicht automatisch, dass diese Geschwindigkeit auch gefahren werden kann. Bei den meisten Unfällen bei Winterglätte waren die Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs, gerieten dabei ins Schleudern und haben die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren.

 

Angebote für Sportler

Auf dem Hegaublick ist eingeschränkt Skilanglauf möglich. "Ich habe mit dem Loipenbob eine Teilstrecke für Skating gewalzt", berichtet Gottfried Buerssner. Seit vielen Jahren zieht er für den Engener Skiclub die Loipen auf dem Hegaublick. Ausgangspunkt ist der Parkplatz einer Feldscheune, erreichbar über ein Sträßchen, auch vom Hegaublick aus, oberhalb des Engener Stadtteils Stetten. Sobald etwas mehr Schnee fällt, will Buerssner eine Rundloipe ziehen. Dasselbe gilt auch für einen Rundkurs bei der Lochhütte auf Tengener Höhe, wo ein Privatmann für eine Loipe sorgt. Auf dem Witthoh und in Neuhausen ob Eck gibt es noch keinen Skibetrieb. Weitere Infos zu Wintersportmöglichkeiten: Hegaublick: www.engen.de­,Telefon: (0 77 33) 502-0, Loipe Tengen: www.tengen.de, (0 77 36) 92 33 10, Witthoh: www.skilift-witthoh.de, (0 74 61) 57 33, Neuhausen: wwww.skilift-neuhausen.de, (0 74 67) 767.

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