Mein
03.03.2010  |  von  |  0 Kommentare

Singen Wo Farbe die Seele direkt berührt

Singen -  „Soul of Chip“ heißt die neueste Ausstellung in der Hegau Bodensee Galerie in Singen, die noch bis 28. April Bilder des Kölner Künstlers Helmut Tollmann zeigt.

 Bild: Bild: Karin Zöller



Zur Vernissage waren zahlreiche Kunstinteressierte erschienen, die auch schon von Tollmanns Projekt in der Singener Herz-Jesu-Kirche bei der Museumsnacht Hegau-Schaffhausen begeistert waren.

Spätestens seit diesem Projekt mit dem Titel „Cosmic Prayer – das Vater Unser“ ist Tollmann in Singen kein Unbekannter mehr. Damals waren rund 3500 Menschen in die Herz-Jesu-Kirche gekommen, um die mit hohem technischen Aufwand installierte mediale Illumination zu erleben. Die inspirierende Idee des Künstlers für das Projekt war die Vorstellung, dass die Menschen zu Gott, dem Schöpfer, in Verbindung treten können, wenn sie es wünschen. Dafür schuf Helmut Tollmann gewaltige Farbkompositionen, die als Basis genutzt wurden, um abstrakte Erscheinungen zu produzieren.

Beeindruckende Farbintensität

Bei der Ausstellung in der Hegau Bodensee Galerie zeigt der Künstler Bilder mit beeindruckender Farbintensität, die beim Betrachter einen bleibenden seelischen Eindruck hinterlassen sollen. Tollmann arbeitet mit mehreren übereinander gelegten Farbebenen, die immer wieder neue Aspekte erkennen lassen. Bereits in den Achtziger Jahren beschäftigte sich der Künstler mit der Weiterentwicklung der Mehrschicht-Technik, experimentierte mit neuen Werkstoffen.

Kommunikation und ganz besonders die unsichtbare Verständigung zwischen den Menschen, also die elektronische Kommunikation, ist ein wichtiges Thema für Helmut Tollmann, weshalb als Titel für die Ausstellung „Soul of Chip“ gewählt wurde. Einige Bilder erinnern an Leiterplatten, die dem Künstler teilweise auch tatsächlich bei seiner Arbeit als Vorlage dienten.

Marina Furrer, Projektleiterin der Museumsnacht Hegau-Schaffhausen, nannte Helmut Tollmann in ihrer Laudatio einen Maler, der in den vergangenen Jahrzehnten seinen eigenen Bilderkosmos erfunden habe.

Sowohl die Laudatorin, als auch der Leiter der Hegau Bodensee Galerie, Martin Burkart, machten bei der Ausstellungseröffnung keinen Hehl aus ihrer Enttäuschung darüber, dass die Stadt Singen sich aus finanziellen Gründen künftig nur noch alle zwei Jahre an der Museumsnacht Hegau-Schaffhausen beteiligen werde. Beide kündigten an, neue Wege gehen zu wollen, um auch in diesem Jahr den Museumsnacht-Besuchern besondere Kunsterlebnisse bieten zu können.

Korrektur-Hinweis Korrektur-Hinweis melden Korrektur-Hinweis
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
 Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln

Jetzt Newsletter anfordern:
© SÜDKURIER GmbH 2014