Dies ist eine Geschichte, die so wundervoll ist, dass sie tief unter die Haut geht und gleichzeitig vielen Menschen Hoffnung macht. Menschen wie Ilayda Yildiz und ihrer Familie. „Ich bete, dass Ilayda so viel Glück hat wie wir und dass sie ihren Torsten findet“, sagt die Amerikanerin Jeana Moore. Torsten, dass ist der Schutzengel ihrer Enkelin. Jada kam vor fünf Jahren mit Leukämie auf die Welt. Vier Chemotherapien brachten nicht den gewünschten Erfolg. Schließlich machte sich die Familie auf den Weg nach einem geeigneten Knochenmarkspender – und fanden ihn in Oberschwandorf bei Neuhausen ob Eck, auch wenn sie erst zwei Jahre später die Identität des Retters erfuhren. Torsten Huber wurden in einer kleinen Operation Knochenmark entnommen und ein Tag später dem Baby im fernen US-Bundesstaat Washington zugeführt. Heute, drei Jahre später, geht es dem Mädchen sehr gut, sie gilt als geheilt.
Jeana Moore traf nun in Singen den Lebensretter ihrer Enkelin. Sie machte unterm Hohentwiel Halt auf ihrem Fußweg von Kiel nach Venedig. Die 59-Jährige möchte Werbung machen für die lebensrettende Notwendigkeit von Typisierungen. „Es kostet kein Geld, es hat nichts mit dem Rückenmark zu tun“, erklärt Huber, für den es keine Frage war zu helfen, nachdem festgestellt wurde, dass seine Stammzellen in allen zehn geforderten Punkten übereinstimmen mit einem Patienten. In der Uniklinik Tübingen konnte er wählen zwischen Infusion oder kleiner OP – er entschied sich für die OP. Zwei kleine Schnitte für ihn, die einem anderen Menschen Leben schenkten.
Im Hegau warten viele spannende Geschichten und Begegnungen. Die SÜDKURIER-Lokalredaktion in Singen geht jede Woche mit der Videokamera auf Entdeckungsreise durch die Region. In unserem Themenpaket gibt es alle Videos, zudem finden Sie hier auch die Kolumne "Hegau-Echo" von Andreas Schuler, dem Leiter der Singener Lokalredaktion.
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