Singen Teddy-Krankenhaus: 300 Kinder kommen mit ihrem Kuscheltier in die Klinik

20 Kindergärten aus der Umgebung nahmen die Gelegenheit zum Besuch wahr. Medizinstudenten aus Freiburg versorgten Teddys, Tiger und Puppen, stellten Diagnosen und ließen die Kinder ohne Aufregung das Klinikum kennenlernen

Singen – In der Ambulanz im Teddy-Krankenhaus war das Ärzte-Team gefordert: die Kuscheltiere hatte es teilweise arg getroffen. Im Zelt vor dem Singener Klinikum wurden an drei Tagen ganz besondere Patienten verarztet: Rund 300 Kindergartenkinder aus 20 Kindergärten aus der Umgebung und aus Immendingen und Meßkirch kamen mit ihren kranken Kuscheltieren zur Behandlung.

"Wir erleben an diesen drei Tagen einen Ansturm an kranken Kuscheltieren", freute sich Chefarzt Professor Andreas Trotter über die große Resonanz bei der vierten Auflage des Teddy-Krankenhauses. "Die Kinder leiden mit ihren Kuscheltieren mit, sie erleben das Geschehen aus der Elternrolle heraus und erklären den Teddy-Doktoren, was ihren Kleinen so fehlt", erläuterte Trotter. Durch die Begleitung der Kuscheltiere durch alle Stationen lernten die Kinder diese und den Krankenhausbetrieb angstfrei kennen. Einige Kinder wagten sich anfangs nur zaghaft in das Teddy-Krankenhaus, dann aber waren alle mit ganzer Aufmerksamkeit dabei.

Das Team der Teddy-Doktoren mit Medizinstudenten der Uni Freiburg und Helfern des Klinikums hatte auch den richtigen Draht zu den Kindern: "Oh je, der Arme, wie ist denn das passiert? Wo genau tut es ihm denn weh?", lauteten die Fragen, oder: "Der Teddy hat etwas verschluckt? Was war es denn?" Ein Scanner lieferte ein Röntgenbild und gab Aufschluss. Manch einem Patienten konnte mit einer Physiotherapie oder einem Verband geholfen werden, ein komplizierter Bruch wurde im Beisein der Kinder im OP operiert. Mit Haube und Mundschutz ausgestattet verabreichten die Ärzte eine Beruhigungsspritze und halfen bei der Verabreichung der Narkose.

Medizin in Form von bunten Bonbons musste allerdings jedes verletzte Tier einnehmen. "Drei Mal am Tag eine von diesen und ganz wichtig: mindestens vier Mal kuscheln", lautete die Anweisung aus der Apotheke. Spannend wurde es dann noch mal im Rettungswagen des DRK, wo die gut informierten Kinder die Geräte und ihre Einsatzmöglichkeiten erklärt bekamen.

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