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Singen Singen ist eine Vielfaltsstadt: Präsentation der Ideen des integrierten Stadtentwicklungsprozesses (ISEK)

369 Projektideen entstanden beim integrierten Stadtentwicklungsprozess (ISEK)für Singen. 150 Bürger brachten sich bei Workshops ein, 80 kamen zur Abschlussveranstaltung.

Oberbürgermeister Bernd Häusler freute sich über die vielen guten Ideen bei Abschlussveranstaltung zum integrierten Stadtentwicklungsprozess (ISEK): "Die Ergebnisse des Prozesses sind hervorragend." Diese gehören nun zu einem Paket an großen und kleinen Projekten, über die der Gemeinderat noch vor der Sommerpause entscheiden soll. Insgesamt 150 Bürger brachten ihre Ideen in Workshops ein und es entstanden 369 Projektideen. 80 dieser Bürger waren nun beim Finale dabei und bekamen am Ende eine Tasche mit der Aufschrift "Singen ist bunt".

Bei der Veranstaltung waren auch 40 weitere interessierte Gäste, darunter auch viele Stadträte. Zu Beginn nahm der Oberbürgermeister die Gäste auf einer Leinwand zu einem Drohnenflug über die Hohentwielstadt mit. Diese Aufnahmen hatten Jonas und Claudius Paul gemacht.

Thomas Sippel, Timo Buff, Volker Heil und Vanessa Sommer von der Bürogemeinschaft Sippel & Buff aus Stuttgart machten den ISEK-Prozess in Singen mit den Mitarbeitern der Verwaltung und waren vor Ort, um weitere Anregungen aufzunehmen. "Wir haben sehr viel über Singen gelernt", so das Fazit von Timo Buff. "Wir haben in den Gesprächsrunden heute noch einmal ein gutes Feedback bekommen. Die Teilnehmer finden sich offenbar in allen Dingen wieder", sagte Timo Buff.

Nach den Ergebnissen könne man Singen durchaus als Vielfaltsstadt bezeichnen. "Wir haben aber auch festgestellt, dass in Singen schon Vieles vernetzt ist", sagte Thomas Sippel. Insgesamt haben 27 große Dialogveranstaltungen seit März 2015 stattgefunden, nicht nur mit den Bürgern, sondern auch mit der Verwaltung und dem Gemeinderat. Das Büro Sippel & Buff hat dabei übergeordnete Leitsätze aus der Sicht der Singener Bürger formuliert. "Wir verstehen uns als weltoffen und stark und sehen es als Aufgabe an, die gesellschaftliche Vielfalt in Singen weiter zu pflegen. Die Lagequalität zwischen Vulkanlandschaft und Bodensee begreifen wir als besondere Begabung."

Bürger äußern viele Wünsche

Die sechs Themenfelder, für die es nun 369 Ideen gibt, umfassen die Bereiche Miteinander, Wohnen, Wirtschaft, Freizeit, Umwelt und Mobilität. So wünschen sich die Bürger einen digitalen Wegweiser 2.0 in Form einer Singen-App, aber auch einen regelmäßigen Stadt-Tag zum Austausch mit der Verwaltung und den politischen Vertretern. Weitere Wünsche sind ein Haus der Begegnung im Alten Zollhaus, ein so Urban Gardening Projekt (Gärtnern auf Gemeinschaftsflächen), die Einrichtung einer Stelle als Ehrenamtskoordinator und einen Rahmenplan Hauptstraße als Bindeglied von der Stadt über den Fluss auf den Berg. Beim Punkt Mobilität wurde nicht nur die Umsetzung des Radverkehrskonzeptes von 2012 genannt. Ein dringender Wunsch ist auch eine Fuß- und Radfahrerbrücke über die Gleise nahe des Bahnhofs sowie die Installation von Fahrradstraßen.

Aufgewertet werden solle auch die Aach, denn von den 32 Kilometern des Flusses liegen 19 auf Singener Gemarkung. Diskutiert werden soll auch über eine bessere Aufenthaltsqualität in den Straßen der Innenstadt, was nicht ohne Wegfall von Parkplätzen gehen wird. "Wir werden im Gemeinderat demnächst über elektrische Poller wie im Alten Dorf abstimmen, denn immer mehr Autofahrer fahren einfach durch die Fußgängerzone", so Oberbürgermeister Häusler.

Neuer Wohnraum wird nicht nur auf dem Scheffelareal entstehen, sondern auch bei der Friedenslinde auf dem Grundstück des ehemaligen Tapeten Janz. Wenn Singen weiter wächst, könnte sich OB Häusler auch auf der Schanz Wohnbebauung vorstellen. Dies gehe jedoch nicht, wenn die Bahn tatsächlich ihre "Singener Kurve" umsetzte. Doch die Stadt hat sich eindeutig dagegen positioniert.

2543 Fragebögen

Das integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) Singen 2030, das im Herbst 2014 beschlossen worden war, sollte die Entwicklung der Stadt Singen mit den sechs Ortsteilen Beuren an der Aach, Bohlingen, Friedingen, Hausen an der Aach, Schlatt unter Krähen, Überlingen am Ried für die nächsten 15 Jahre aufzeigen. Fragebögen mit 38 Fragen zur Vorstellung der Bürger vom Jahr 2030 waren vor über zwei Jahren an alle Haushalte verteilt worden. Davon waren 2543 wieder zurückgekommen (12 Prozent).

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