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Engen Schutz vor einem neuen Jahrhundertwasser

Die Hochwasserschutz-Planung in Engen steht jetzt. Der Technische und Umweltausschuss stimmte den geplanten Maßnahmen zu.

Mit der Planung zum Hochwasserschutz in Engen und zwei Teilorten beschäftigte sich der Technische und Umweltausschuss in seiner Sitzung. Das für die Vorplanung beauftragte Büro hat in Teilen die Planung für die Hochwasserkonzeption weiter ausgearbeitet und stellte die einzelnen nötigen lokalen Maßnahmen vor.

"Wir wollen jetzt bald zügig beginnen", verkündete Bürgermeister Johannes Moser. "In Neuhausen sind wir schon recht weit vorangekommen und haben die meisten betroffenen Grundstückseigentümer von den geplanten Maßnahmen überzeugen können. Ich gehe davon aus, die entsprechenden Umsetzungen bald beginnen können. Aber wir werden die Bürger noch mit einer öffentlichen Informationsveranstaltung weiter informieren."

Auch der leitende Ingenieur der Planung, Stefan Arendt, ging zu Beginn seiner Ausführungen noch einmal kurz auf die vorgesehenen Maßnahmen ein. "Der Baubeginn hier liegt bereits vor, die meisten Grundstücksverhandlungen sind abgeschlossen, die letzten laufen noch. Nach der öffentlichen Vorstellung im Mai sollen die Maßnahmen beginnen", erklärte er.

 

Gefährdete Flächen

Auf der Gemarkungsfläche von Engen befinden sich mehrere Gewässer mit einer potentiellen Hochwassergefährdung. Die Hochwasserschutz-Planung ist derzeit fertig, die nötigen Verhandlungen mit Grundstückseigentümern werden geführt. Als nächstes ist geplant, die beabsichtigten Schutzmaßnahmen öffentlich vorzustellen sowie die geotechnischen und statischen Untersuchungen zu veranlassen. Bei entsprechender Bereitschaft der Grundstückseigentümern und Zuteilung der wasserrechtlichen Genehmigung ist ein Baubeginn in Neuhausen und Zimmerholz im Frühsommer denkbar. Für die Maßnahmen im Stadtbereich von Engen wird ein Baubeginn für 2018 angestrebt.


Die Stadt Engen hat sich zum Ziel gesetzt, die eventuelle Hochwassersituation deutlich zu verbessern. Hierzu gab es eine einführende Bürgerinformation. Die Planungen zur Herstellung des Hochwasserschutzes wurden anschließend mit der Ortslage Neuhausen begonnen. Die geplanten Schutzmaßnahmen in Neuhausen wurden schon in einer Bürgerversammlung vorgestellt.

Die Planungen wurden in der Zwischenzeit auch in den anderen Ortsteilen fortgeführt, so dass sich derzeit der folgender Planungsstand darstellt: Am Zimmerholzer Wildbach im Bereich der Ortslage Zimmerholz kommt es bei einem 100-jährlichen Hochwasser zu Ausbordungen am westlichen Ortseingang im Bereich des Straßenkreuzes. Hier ist eine Gewässeraufweitung mit Uferbefestigungen nötig, um einen ausreichenden Abflussquerschnitt zu schaffen. Die Maßnahmen berühren dort die Eduard-Ege-Straße, so dass eine Planungslösung mit dem Straßenbauamt entwickelt wurde, die vorsieht, im Bereich der Brücke "Untere Gärten" den dortigen verlegungsanfälligen Doppelrohrdurchlass durch einen Rahmenkanaldurchlass zu ersetzen. Im Stadtbereich von Engen sind dann am Zimmerholzer Wildbach mehrere Einzelmaßnahmen, die im Bereich der Wohnbebauung beim Erlebnisbad eine Anpassung – beziehungsweise Erhöhung – der dortigen Ufermauern vorsehen, geplant. Im Bereich der Gewächshäuser sind Objektschutzmaßnahmen erforderlich. Zwischen Munding- und Hewenstraße ist eine Aufweitung des Abflussprofils vorgesehen.

Mehrere Maßnahmen sind auch beim Zulauf des Bargener Dorfbachs geplant: Der Durchlass unter der B 491 wird erweitert, eine Aufweitung und Eintiefung des Abflussprofils sowie spezielle Gewässeraufweitungen und der Neubau von Ufermauern vorgenommen. Im Bereich der Straße "Am Maxenbuck" ist eine Geländemodellierung im Bereich der dortigen Gärten zum Schutz der Bebauung vorgesehen. Die Leistungsfähigkeiten von "Sau- und Katzenbachsbach" werden durch die Maßnahmen fast verdoppelt.

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