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Friedingen Schießerei schreckt Friedingen auf

24.06.2009


Tödliche Schüsse beendeten gestern in einem Mehrfamilienhaus im Singener Stadtteil Friedingen einen jahrelangen Streit unter Nachbarn. Ein 72-jähriger Hausbewohner schoss laut Polizei zunächst mehrfach auf seine Nachbarin, bevor er die Waffe gegen sich selbst richtete. Anwohner fanden das 62-jährige Opfer lebensgefährlich verletzt und den mutmaßlichen Täter tot im Keller des Mehrfamilienhauses.

Aufgeschreckt wurde gestern Friedingen, als lautstark Martinshörner durch den Ortskern gellten.

Sechs Polizeiautos und mehrere Rettungswagen steuerten die Schlossbergstraße an – und einige Friedinger hielt es nicht mehr zuhause. „Ich hatte Nachtschicht, aber jetzt kann ich nicht mehr schlafen“, erzählt ein Mann, der mit dem Fahrrad die Unglücksstelle angesteuert hat und wissen wollte, was passiert ist.

Mehrere Schüsse haben zuvor Anwohner einer Mehrfamilien-Wohnanlage im Singener Stadtteil gehört.

Sie alarmierten die Polizei und wagten sich zum Tatort vor. Im Keller des Mehrfamilienhauses fanden sie die 62-Jährige schwer verletzt.

Beim 72-jährigen, mutmaßlichen Schützen konnten die herbeigeeilten Rettungskräfte nur noch den Tod feststellen. Stundenlang vernahmen die Ermittler die wenigen Zeugen, die zuerst am Tatort waren, und sicherten Spuren, um den Motiven der Gewalttat auf die Spur zu kommen und die Frage nach der Herkunft der Waffe zu klären.

Erst am späten Nachmittag erklärte Polizeisprecher Peter Hauke, dass eine Waffenbesitzkarte gefunden worden sei und der Mann wahrscheinlich legal im Besitz des Revolvers war, mit dem geschossen wurde.

Den Anwohnern an der Schlossbergstraße stand der Schrecken ins Gesicht geschrieben. „Das ist unfassbar“, konnten sie das Geschehen am Morgen nicht begreifen. Den älteren Herrn beschreiben die Nachbarn als umgänglichen Zeitgenossen. „Er war immer sehr freundlich“, bestätigen sich die Menschen, die in den Nachbarhäusern wohnen, gegenseitig.

Und auch sein Opfer wird von Bekannten als lebenslustige Frau beschrieben, die ihren Ruhestand im ruhigen Friedingen zu genießen verstand.

Dennoch blieben die Spannungen im Haus 5a bei den Nachbarn nicht verborgen. Das Opfer berichtete im Bekanntenkreis von den Sticheleien ihres Nachbarn, der in der Wohnung unter ihr wohnte.

Der Täter klagte Nachbarn sein Leid, weil in der Wohnung über ihm immerzu mit Türen geknallt werde. Auch um die Kehrwoche soll gestritten worden sein. Das dazu auffordernde Schild hing gestern an der Wohnung des Mannes.

Hintergrund: 2700 Pistolen & Co.

 

Schiesserei in Friedingen
Gründe? (2)
Eine positive Vorbildwirkung der Eltern und Lehrer (Ausbilder) ist der richtungsweisendste ...
Gründe? (1)
Bei der ganzen Debatte um eine weitere, unsinnige Verschärfung des deutschen Waffengesetzes ...
Gott sei Dank eine Schusswaffe!!!
Habt Ihr euch schonmal überlegt das die SCHUSSWAFFE der Frau mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ...
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