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Singen Photovoltaik: Singens Dächer sind voller Energie

07.09.2012
Singen -  Als erste Kommune im Landkreis Konstanz hat die Stadt Singen in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Singen und der EVN Geoinfo ein Solarkataster für alle Dachflächen erstellen lassen, das die Eignung eines jeden Daches für die solare Nutzung ermittelt. Dabei wurden die möglichen solaren Erträge aus einem mit Laserscandaten ermittelten digitalen Oberflächenmodell und der digitalen Katastermappe unter Berücksichtigung von Dachausrichtung, Dachneigung, Verschattung und örtlicher Globalstrahlung berechnet.

Singens Dächer sind ein noch nicht gehobener Schatz. Darüber freuen sich (von links): Stadtwerke-Chef Markus Schwarz, Axel Goedicke (Leiter des Fachbereichs Bauens), Christiane Kaluza-Däschle (Umweltschutzstelle), Elke Schultze-Graf (Abteilungsleiterin Vermessung und Geoinformation) und Oberbürgermeister Oliver Ehret.  Bild: sk

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Jeder Bürger Singens kann nun sein Häuserdach auf sein Potential für die Nutzung von Solarenergie überprüfen.

„Das solare Potenzial auf Singener Dachflächen ist gewaltig: So beträgt die theoretisch nutzbare Kollektorfläche auf allen Dächern 1,6 Millionen Quadratmeter und könnte ein Solarpotenzial von 200 Millionen Kilowattstunden im Jahr heben“, erklärte Markus Schwarz, Chef der Stadtwerke, bei der Vorstellung des neuen Solarkatasters. Damit wäre die Versorgung aller Singener Haushalte mit Strom aus erneuerbaren Energien möglich. Dies würde zu einer CO2 Einsparung von rund 70 000 Tonnen im Jahr führen.

Soweit die Theorie: Die Praxis in Singen wie in anderen Städten hat jedoch gezeigt, dass derzeit nur ein kleiner Teil der theoretisch möglichen Dachflächen genutzt werden. Ein Grund dafür ist die fehlende Information der Grundstückseigentümer über die ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ihr Dach zu nutzen. Dies soll mit dem neuen Solarkataster besser werden.

Seit Anfang September kann im Internet auf der Seite der Stadt Singen für jedes Grundstück die Eignung der Dachfläche eingesehen werden. Eine leicht verständliche Einfärbung der Flächen, rot für sehr gut, orange für gut und gelb für mäßig geeignetm, lässt eine schnelle Beurteilung der Dachfläche zu. Das einfach zu bedienende Berechnungswerkzeug ermittelt die zur Verfügung stehende Fläche, die mögliche Leistung, die jährliche Stromerzeugung sowie die CO2-Reduktion der Dachflächenanlage.

Die Veröffentlichung des Solarpotenzials der Singener Dachflächen erfolgt auf Basis des Landesumweltinformationsgesetztes (LUIG) und des Umweltinformationsgesetzes des Bundes (UIG). Daher kann der Gebäudeeigentümer jederzeit bei der Stadt Singen die Löschung in der Internetkarte verlangen. „Ein formloser Brief oder eine E-Mail genügt, um die Löschung zu beantragen“, so Markus Schwarz.

Die Aussichten für eine verstärkte Nutzung der Dachflächen sind im wahrsten Sinne sonnig: Steigende Energiepreise und stark sinkende Anlagenpreise machen neben der Förderung über das EEG auch den Eigenverbrauch wirtschaftlich. Zudem können derzeit sehr günstige Kredite der KfW genutzt werden.

„Die Stadt Singen hat sich das Ziel gesetzt, den Anteil erneuerbarer Energien im Stadtgebiet zu fördern. So hat der Singener Gemeinderat die Teilnahme am European Energy Award (EEA) beschlossen und seit kurzem ist die Stadt auch EEA-Kommune“, erklärte Singens Oberbürgermeister Oliver Ehret.

Weitere Informationen zur Solarpotenzialanalyse sind bei der Stadt Singen, Fachbereich Bauen, den Stadtwerken Singen und der Energieagentur Kreis Konstanz sowie beim Fachhandwerk erhältlich.

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