Singen Niebels Zeichen der Hoffnung
Minister Dirk Niebel (oben und unten rechts) besuchte mit FDP-Landtagskandidat Oliver Kuppel (links) Hoffnungszeichen. Neben ihm Raimund Reubelt und Klaus Stieglitz. Bild: Bilder: schuler
Wer Dirk Niebel, FDP-Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, für ungefähr so kompliziert und wenig spannend wie seine Berufsbezeichnung hielt, der muss sein Menschenbild komplett ändern: Der gebürtige Hamburger ist ein lustiger Kerl mit gesundem Mutterwitz. Kostprobe gefällig? „Keine Angst, Herr Ehret“, entgegnete er gestern dem Oberbürgermeister, als der ihm angesichts seiner vielen Auslandsreisen in Krisengebiete Gesundheit wünschte, „ich kann Sie beruhigen: Bei meinem Impfstatus müsste ich hinterher als Sondermüll entsorgt werden.“
Nur eines von vielen Schmankerl, die der Politiker gestern bei seinem Besuch bei Hoffnungszeichen in Singen von sich gab. Die Themen, die er mit den Geschäftsführern Raimund Reubelt und Klaus Stieglitz besprach, waren jedoch ungleich ernster. Die beiden Entwicklungshelfer berichteten dem Minister von ihren weltweiten Projekten im Dienste der Menschlichkeit, primär stellten sie ihre Tätigkeiten im südlichen Sudan vor. Das Team von Hoffnungszeichen errichtet in dem afrikanischen Land Krankenhäuser, sorgt für sauberes Trinkwasser und rettet somit unzählige Menschenleben – um es vereinfacht auszudrücken.
Die gut vier Millionen Euro, die Hoffnungszeichen pro Jahr umsetzt, sind zu ungefähr 80 Prozent Spendengelder. Gut 20 Prozent sind öffentliche Gelder. „Wir kämpfen um unsere Spenden“, berichtete Reubelt, „zu sehr können wir uns nicht auf die Politik verlassen. Man weiß ja nie, wie es weitergeht.“ Und trotzdem versprach Niebel den Singenern weitere Unterstützung – sowohl auf finanzieller als auch politischer Ebene. Nach zwei Stunden verabschiedete er sich zum nächsten Termin – und hinterließ ein Zeichen der Hoffnung.
Spendenkonto Hoffnungszeichen e.V., Bank für Sozialwirtschaft, Kontonummer: 8 717 300, Bankleitzahl: 660 205 00
