Mehrere Schüsse haben die Idylle in der Mehrfamilien-Wohnanlage im Singener Stadtteil Friedingen jäh zerstört. Morgens um sieben war die Welt noch in Ordnung. Kurz nach acht nichts mehr wie vorher. „Anwohner haben uns gegen 8.30 Uhr informiert, dass sie Schüsse gehört haben“, berichtet Polizeisprecher Peter Hauke auf Nachfrage dieser Zeitung.
Sechs Polizeiwagen rasten daraufhin Richtung Friedingen, vier Rettungswagen hinterher – und nicht nur in Friedingen fragten sich viele, was passiert ist.
Nachrichtensperre von der Polizei
Die Polizei verhängte eine Nachrichtensperre. Dennoch war schnell klar, dass bei der Schießerei Verletzte zu beklagen waren. Fieberhaft eilten Sanitäter zwischen Unglücksort und Rettungswagen hin und her.
Erst nach und nach konnte sich die Polizei einen Überblick verschaffen, während in der Wohnanlage längst die Nachricht vom dramatischen Geschehen die Runde machte. Anwohner fanden im Keller des Mehrfamilienhauses das Opfer und den mutmaßlichen Täter des tödlichen Nachbarschaftsstreits. Sie leisteten beherzt Erste Hilfe bis die Rettungskräfte nur wenige Minuten nach der Alarmierung eingetroffen waren. Mit Erfolg kämpften Sanitäter und Notärzte um das Leben der verletzten Frau, die mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert wurde.
