Singen Licht ins Stadtgeschehen gebracht
Bunt, farbenfroh, schrill, laut, unterhaltsam und absolut einfallsreich: Beim Zunftball in der Scheffelhalle am Samstagabend war der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Bild: tesche
– Zwischen Mir und Weltall, Vampiren und Raben, Knöllchenjägern und Krankenhausrettern wurde der Zunftball in der Scheffelhalle am Samstagabend zur Umlaufbahn närrischer Ideen. Die Tom-Alex-Band sorgte mit gewohnter Routine für den passenden Sound und dass am Ende die Weltraumeroberer einen ersten Preis beim Kostümwettbewerb eroberten, passte prächtig zur Stimmung.
Wie Satelliten kreisten die Narren über die Tanzfläche und die Jury um Poppele-Zunftmeister Stefan Glunk hatte es fast durchgängig mit schweren Entscheidungen zu tun. Einzig bei den Einzelmasken hat Simon Götz als erster und einziger Ehret nicht nur das Singener Krankenhaus gerettet, sondern auch einen ersten Preis für das mottogerechte Kostüm erhalten. Und dass die Poppele auch für den Klimawandel gerüstet sind, hat ein „Sommerhansele“ unter Beweis gestellt, das mit kurzen Hosen auch den Temperaturen in der dicht gefüllten Scheffelhalle ideal schien.
Tief in die Befindlichkeiten der Zunft haben Narrenvater Peter Kaufmann und seine Angelika geblickt, die trotz lauter „Schiebung“-Rufe der Narrenmutter ebenfalls prämiert wurden. Sie haben fleißig Erbsensamen unters Volk gebracht, um Singens Hoorige Bären vor dem Aussterben zu bewahren. Die letzten acht ihrer Art leiden zwar nicht am Klimawandel, aber am fehlenden Erbsstroh.
Dem Klimawandel wollten auch die Glühwürmchen vom Tiroler Eck entgegnen, die der SÜDKURIER-Debatte um eine Beleuchtung des prächtigen Hausberges eine ganz natürliche Variante beifügten. Auch das war der Poppele-Jury einen Preis wert. Sie verwiesen die Hallenbad-Jubiläums-Gäste vom Poppelechor auf den zweiten Platz.
Davon ließen sich die Schwimmbadfreunde aber nicht die Laune verderben. Mit vielen Gästen feierten sie bis in die frühen Morgenstunden den Ball der Bälle im legendären Stall der Ställe.
